

Am 2. Juli 1966 explodierte auf dem Mururoa-Atoll im Südpazifik eine Atombombe. Es war Frankreichs erster Nukleartest in Polynesien. Insgesamt wurden 46 Versuche in der Luft und 146 unterirdische Zündungen durchgeführt. Für General de Gaulle bedingte die Größe Frankreichs die Beherrschung von Atomwaffen, in denen er einen Garanten für die Sicherheit und militärische Unabhängigkeit seines Landes sah.
François Dullin, Absolvent der Offiziersschmiede Saint-Cyr, diente im Pazifik-Regiment der französischen Fremdenlegion, das auf Mururoa Straßen, Flughäfen und Brücken baute. Seine Fotografien dokumentieren dieses "explosive" Kapitel der französischen Geschichte.
Die Reihe "Augenblicke der Weltgeschichte" erzählt anhand fotografischer Zeugnisse Schicksale ganz gewöhnlicher Menschen. Die Aufnahmen werden aus der Sicht der Fotografen subjektiv und in fiktionsähnlichem Stil kommentiert. Ergänzend veranschaulichen Filmpassagen aus dem Archiv den historischen Kontext.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 22.02.2021 um 06:05 Uhr auf arte.