

Anfang 1934 breitet sich in Europa der Faschismus immer mehr aus. Am 6. Februar kommt es in Paris zu einer sehr gewaltsam verlaufenden Demonstration gegen die Regierung; bei Straßenschlachten und der Besetzung des Palais Bourbon werden 15 Menschen von Gendarmen erschossen, zahlreiche verletzt. Gegen diese Bedrohung muss sich die zerstrittene französische Linke aus Kommunisten, Sozialisten und Radikalsozialisten vereinen. Robert Talpain ist Mitglied der Sozialistischen Partei und der Französischen Sektion der Arbeiter-Internationale (SFIO).
Neben seinem Beruf als Fahrer für ein Filmstudio betätigt er sich als Amateurfotograf und Filmemacher. Seine Aufnahmen spiegeln seine Sicht der Ereignisse in den Monaten vor der Bildung der französischen Volksfront (Front populaire) im Mai 1936 wider. Das 20. Jahrhundert stand ganz im Zeichen der Fotografie. Dank der neuen Technik konnte jedermann Erinnerungen an sein Leben in Bildern festhalten. Millionen von Amateurfotografen schufen so unwillkürlich eine Chronik ihrer Zeit.
Die Reihe "Augenblicke der Weltgeschichte" erzählt anhand fotografischer Zeugnisse Schicksale ganz gewöhnlicher Menschen. Die Aufnahmen werden aus der Sicht der Fotografen subjektiv und in fiktionsähnlichem Stil kommentiert. Ergänzend veranschaulichen Filmpassagen aus dem Archiv den historischen Kontext.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 04.02.2021 um 06:00 Uhr auf arte.