

Nach der Niederlage von 1940 war Frankreich zweigeteilt: Im Norden lag die deutsche Besatzungszone, der Süden wurde von Marschall Pétain und seinem Vichy-Regime verwaltet.
Als Alternative zum Militärdienst, der von den deutschen Besatzern verboten wurde, etablierte Pétain die "Chantiers de la jeunesse" - einen achtmonatigen Arbeitsdienst, der dem Gemeinwohl dienen sollte und im unbesetzten Teil Frankreichs von allen jungen Männern im Alter von 20 Jahren abgeleistet werden musste. Auch junge Menschen aus dem besetzten Norden konnten daran teilnehmen, wenn sie sich als Freiwillige bewarben.
Diese Möglichkeit nutzte im Juli 1942 auch der junge Amateurfotograf Jean Sarda. Zahlreiche Aufnahmen dokumentieren seine Zeit beim Arbeitsdienst.
Die Reihe "Augenblicke der Weltgeschichte" erzählt anhand fotografischer Zeugnisse Schicksale ganz gewöhnlicher Menschen. Die Aufnahmen werden aus der Sicht der Fotografen subjektiv und in fiktionsähnlichem Stil kommentiert. Ergänzend veranschaulichen Filmpassagen aus dem Archiv den historischen Kontext.
Dokumentationsreihe Frankreich 2015
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 14.11.2020 um 07:05 Uhr auf arte.