

Im Jahr 1098 ließen sich Mönche in einem unwirtlichen Sumpfgebiet in Burgund nieder, um Gott nahe zu sein. Ausgehend von diesem Mutterkloster Cîteaux entstand ein europaweit tätiger christlicher Orden mit strengem Regelwerk, der sich wie ein Netzwerk ausbreitete: die Zisterzienser. Mit der Forderung "ora et labora" ("bete und arbeite") war ihr Leben viel strikter geregelt als das der Benediktinermönche, die zunehmend in Kritik gerieten. In die Zisterzienserklöster traten junge Männer aus den besten Familien ein, die ihr Leben in den Dienst Gottes stellten.
Gemäß ihrem Wahlspruch legten sie großen Wert auf ihrer Hände Arbeit: Sie züchteten Vieh, kultivierten Wein, brauten Bier und fertigten Käse. Bis heute ist ihre Klosterwirtschaft effizient und erfolgreich. Auf der Suche nach spiritueller Erneuerung schufen die Zisterzienser mit ihren Klosteranlagen und Kirchen architektonische Meisterwerke, die Vorreiter für die gotische Baukunst waren. Gebaut wurde monumental, schlicht und ohne Ornamentik.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 25.08.2024 um 10:45 Uhr auf HR.