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Verbotene Filme

Das Erbe des Nazi-Kinos
Mittwoch, 10.05.2017 08:15 Uhr
Phoenix
Mittwoch
10.05.2017
08:15 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Zwischen 1933 und 1945 wurden in Deutschland etwa 1.200 Spielfilme hergestellt. Rund 300 dieser Filme wurden nach dem Krieg von den Alliierten verboten. Heute verwaltet die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung den größten Teil des NS-Filmstocks. Über 40 NS-Filme sind bis heute nur unter Auflagen zugänglich. Lange Zeit als Verbotsfilme klassifiziert, nennt man den harten Kern der NS-Filmpropaganda heute „Vorbehaltsfilme“: volksverhetzend, kriegsverherrlichend, antisemitisch und rassistisch - so lauten die Begründungen, warum die Filme für die Öffentlichkeit nicht frei zugänglich sind. Urheberrecht und Jugendschutz sind dabei die juristischen Hebel, denn das deutsche Grundgesetz erlaubt keine Zensur. Der Umgang mit ihnen ist schwierig: bewahren oder entsorgen, freigeben oder verbieten?
Felix Moeller, dessen vielschichtiges Familienporträt „Harlan - Im Schatten von Jud Süß“ bereits das komplexe Nachwirken des NS-Filmerbes bis heute beleuchtete, zeigt, wie die Vorbehaltsfilme auf ein heutiges Publikum treffen und wie sie diskutiert werden. Über die Brisanz der Propagandafilme des „Dritten Reichs“ und ihre Idee eines angemessenen Umgangs damit geben unter anderem Oskar Roehler, Moshe Zimmermann, Rainer Rother, Margarethe von Trotta, Jörg Jannings, Sonja M. Schultz, Götz Aly sowie Aussteiger aus der Nazi-Szene und Überlebende der Schoah Auskunft.
Ein Film von Felix Moeller

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 10.05.2017 um 08:15 Uhr auf Phoenix.