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Tierische (R)Evolution

Wüsten
Samstag, 10.10.2026 10:40 Uhr
arte
Samstag
10.10.2026
10:40 Uhr
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Von der Sahara bis ins australische Outback - der Evolutionsbiologe Shane Campbell-Staton reist in dieser Folge in einige der trockensten und entlegensten Wüsten der Erde. In diesen Extremregionen haben bestimmte Tierarten außergewöhnliche Überlebensstrategien entwickelt. Die Tiere geben wertvolle Hinweise zu aktuellen Klimaveränderungen - und zu einer Zukunft, die zunehmend von Hitze bestimmt sein wird. Schimpansen flüchten sich in Höhlen, Kamele trinken Salzwasser und der Zebrafink singt beim Brüten, um bei großer Hitze das Wachstum der Küken hinauszuzögern.

Im Senegal leben Savannen-Schimpansen unter Bedingungen, die sie an ihre körperlichen Grenzen bringen. In der Region Fongoli filmt das Team bisher ungesehene Szenen: Die Schimpansen flüchten sich in Höhlen, um sich vor der sengenden Hitze in Sicherheit zu bringen. In der Wüste Negev in Israel klettert der Nubische Steinbock über Felswände, um seltsame Oasen zu erreichen: Städte. Die jungen Steinbockfamilien müssen allerdings Begegnungen mit Menschen und den Straßenverkehr überleben, um neue Nahrungs- und Wasservorkommen zu erschließen.

Wenn die Sonne in der Sahara im Zenit steht, kann kein Lebewesen unter freiem Himmel überleben -bis auf die Silberameise. Die schnellste Ameise der Welt musste sich anpassen, um diese Temperaturen auszuhalten. Sie jagt schnell, um Nahrung zu erbeuten und diese rechtzeitig zum Nest zu bringen. Im australischen Outback lebt der Zebrafink. Der kleine Vogel verfügt über eine mysteriöse Gabe, um Wasser aufzuspüren. Darüber hinaus entwickelte die Art eine weitere außergewöhnliche Überlebensstrategie: Beim Brüten singt das Weibchen, um das Wachstum der Küken hinauszuzögern. Je kleiner die Jungen sind, desto bessere Überlebenschancen haben sie in der Hitze.

In der Wüste Gobi in der Mongolei leben die seltenen Wildkamele. Sie sind so widerstandsfähig, dass sie Jahrzehnte von Atomtests überlebt haben. Ein Forscher versucht herauszufinden, wie ihnen das gelang. Dabei wird das erste Mal ein Wildkamel-Jungtier gefilmt.

Auch Menschen müssen sich weltweit an höhere Temperaturen und Desertifikation anpassen. In Marokko erzählen Ortsansässige von den Problemen, mit denen sie zu kämpfen haben. Ihre Berichte erklären die größer werdende Zahl von Klimaflüchtlingen und erwecken zugleich Hoffnung: Um der Desertifikation entgegenzuwirken, wenden sich die Menschen der Natur zu.

Schwerpunkt: Tag der Wissenschaft
Höhlenmalereien auf Sulawesi werfen neues Licht auf den Ursprung der Kunst. Zum "Fest der Wissenschaft" führt ARTE außerdem in die Chauvet-Höhle und in die Grotte Mandrin, wo Funde auf ein Zusammentreffen des Homo Sapiens mit dem Neandertaler hinweisen. "Tierische (R)Evolution" lenkt den Blick in die Zukunft und zeigt, wie erfindungsreich sich Tiere an den Klimawandel anpassen.

Textquelle: ARD Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 10.10.2026 um 10:40 Uhr auf arte.