

Von den Buckelwalen bis zu den erfindungsreichen Savannen-Schimpansen: Zahlreiche Tierarten erleben aktuell, wie sich ihr Lebensraum ungeheuer schnell verändert. Die Dokumentationsreihe zeigt, wie einige Tierarten in den unwirtlichsten Gebieten der Welt ihr Verhalten und sogar ihre Physiologie an neue klimatische Gegebenheiten anpassen. Der Evolutionsbiologe Shane Campbell-Staton begibt sich auf eine Entdeckungsreise und erzählt Geschichten von Anpassungsfähigkeit und Hoffnung. Gemeinsam mit Forschenden aus aller Welt beobachtet er die neuen evolutionären Strategien der Tiere.
Diese Folge beginnt im Senegal: Die hier lebenden Schimpansen - die nächsten Verwandten des Menschen - sind stark von ihrer Umwelt abhängig. Bei Dürre müssen sie ihren gesamten Erfindungsreichtum aufbringen, um Nahrung und Wasser aufzuspüren.
In Alaska haben die Buckelwale mit anderen Problemen zu kämpfen. Sie sind die Hüter eines Ozeans, dessen Veränderungen nicht immer mit bloßem Auge und manchmal nur in biologischen Daten sichtbar werden. In einem abgelegenen Gebiet ernähren sich die Buckelwale mittlerweile von Junglachsen - einem Fisch, der bisher nicht auf ihrem Speiseplan stand. Es scheint, als stünde der Wal dem Menschen in Sachen Erfindungsgabe in nichts nach.
Im Hochland der Sierra Nevada ist eine Schmetterlingsart besonders vom Klimawandel betroffen: Euphydryas editha. Seit 30 Jahren beobachtet Camille Parmesan, wie dieser Falter in Reaktion auf den weltweiten Temperaturanstieg in immer größere Höhen ausweicht. Damit erbrachte sie einen der ersten Beweise für die Reaktion von Tieren auf die Erderwärmung.
In den Wäldern Kanadas hat ein reiskorngroßes Insekt einen erheblichen Einfluss auf seinen Lebensraum. Der Bergkiefernkäfer, dessen Evolution parallel zu jener der Bäume verlief. In Zeiten des Klimawandels ist das Insekt zur Gefahr für Milliarden von Bäumen geworden.
Auf den Galapagos-Inseln, wo Charles Darwin seine berühmte Evolutionstheorie entwickelte, beobachten Forschende heute eine extreme Form der physiologischen Anpassung. Sie haben festgestellt, dass Meerechsen ihr Skelett verkleinern und wieder vergrößern können. Eine Gruppe von Forschenden versucht herauszufinden, wie ihnen das gelingt.
Schwerpunkt: Tag der Wissenschaft
Höhlenmalereien auf Sulawesi werfen neues Licht auf den Ursprung der Kunst. Zum "Fest der Wissenschaft" führt ARTE außerdem in die Chauvet-Höhle und in die Grotte Mandrin, wo Funde auf ein Zusammentreffen des Homo Sapiens mit dem Neandertaler hinweisen. "Tierische (R)Evolution" lenkt den Blick in die Zukunft und zeigt, wie erfindungsreich sich Tiere an den Klimawandel anpassen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 10.10.2026 um 08:50 Uhr auf arte.