Rassenkrieg in den USA?

Die Ziele der Alt-Right

Quelle: ARD-Pressebild

Zwei Männer, die sich hassen und die unterschiedlicher kaum sein könnten: Richard Spencer ist elegant, dynamisch und ein radikaler Rassist, der von einem ethnisch reinen weißen Amerika träumt. Sein Gegenspieler Daryle Lamont Jenkins ist schwarz, übergewichtig und wild entschlossen, gegen diese Fantasien von der weißen Vorherrschaft zu kämpfen. Sie stehen für den Konflikt zwischen Rechts und Links, der Amerika zu spalten droht. Die Dokumentation lässt beide Seiten zu Wort kommen, doch zwischen den Anhängern der rechtsextremen Alt-Right und den Antifaschisten ist kein Dialog möglich - nur Gewalt.


Richard Spencer prägte den Begriff "Alt-Right" - eine Abkürzung für "alternative right": die radikale Bewegung, die von vielen als die "schickere" Version des Ku-Klux-Klan angesehen wird. Laut Spencer haben Schwarze und Juden Amerika seinem Volk weggenommen. Seine Antwort: ein Krieg der Rückgewinnung. Spencer beleidigt offen seine ideologischen Gegner und nutzt Versammlungen und Demonstrationen, um die Aufmerksamkeit der Medien zu erregen.
Spencers Gegenspieler Daryle Lamont Jenkins scheut aber keine Konfrontation. Der schwarze Antifa-Aktivist ergreift jede Gelegenheit, die Anhänger der Alt-Right-Bewegung öffentlich anzuklagen - was manche von ihnen aus Karrieregründen durchaus fürchten.
Die Spannung zwischen diesen Fronten entlädt sich bei den traumatischen Ereignissen von Charlottesville im Jahr 2017: Kämpfe entbrennen, Menschen werden mit Pfefferspray attackiert, Schüsse fallen. Obwohl rechtsextreme Demonstranten schwer bewaffnet aufmarschieren, sieht die Polizei tatenlos zu. Amateuraufnahmen zeigen aus nächster Nähe, wie dann ein graues Auto eine schmale Straße hinunter in eine Menschenmenge rast. 35 Menschen werden verletzt, eine junge Demonstrantin stirbt.
Das Doppelporträt der beiden Kontrahenten Spencer und Jenkins begleitet die beiden bei ihren Aktionen und lässt sie unkommentiert über ihre Ansichten sprechen, um die Hintergründe der gegensätzlichen Positionen zu beleuchten.
Zu Wort kommen auch Jared Taylor, Gründer der rechtsradikalen Zeitschrift "American Renaissance", sowie der Journalist Mark Potok, der für die gemeinnützige Organisation "Southern Poverty Law Center" extremistische Randgruppen beobachtet.

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 11.06.2019 um 21:10 Uhr auf arte.

11.06.2019
21:10
Livestream
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Audio-Beschreibung: nein
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Schlagwörter:Dokumentation/Reportage, Politik, USA,
Alternative Ausstrahlungstermine:
07.07.2019 02:40 Uhr arte
11.06.2019 21:10 Uhr arte
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16.04.2019 21:10 Uhr arte