

Der zweite und letzte Teil der Dokumentation "Reise in den Untergrund" dringt in die tieferen Erdschichten vor, die bisher kaum erforscht wurden. Über Grotten und Höhlen geht es bis zu fünfzig Meter tief ins Erdreich. Je weiter man unter die Erdoberfläche vordringt, desto schwieriger werden die Lebensbedingungen, denn es fehlt zunehmend an Licht, Wasser und Sauerstoff. Hier findet man ungewöhnliche Lebewesen, die sich perfekt an die Dunkelheit angepasst und jede Verbindung zur Erdoberfläche gekappt haben.
Die Fledermaus trägt zu ihrer Versorgung bei und ist das erste Glied in der unterirdischen Nahrungskette. Anschließend kommt der Grottenolm, ein blinder und pigmentloser Lurch, der fast nie an die Erdoberfläche gelangt, dafür aber zwischen 70 und 100 Jahre alt werden kann.
Je tiefer man vordringt, desto dunkler und wärmer wird es; dafür schwindet der Sauerstoff. Nur Wasser ist nötig, damit sich hier noch Leben entwickeln kann. Auf manchen Stalaktiten sitzen Bakterien, die ihre Wuchsrichtung vorgeben.
In über tausend Meter Tiefe gibt es nur noch mineralische Substanzen; echtes Leben hat hier fast keine Chance mehr. Fast keine - denn eine neue Entdeckung legt nahe, dass Mikroorganismen in den Hohlräumen der Steinschichten leben! Sie scheinen sich sogar von der steinernen Materie zu ernähren. Geht also lebendige Materie aus Stein hervor? Mit dieser schwindelerregenden Hypothese endet die Reise in die Tiefen des Erdreichs. Und vielleicht erbringt die Wissenschaft ja eines Tages den Beweis dafür, wie lebendig eine Welt ist, die man lange für tot hielt.
Unter der Erdoberfläche verbirgt sich eine unerforschte Welt. In den Bodenschichten, die man früher für tote Materie hielt, wimmelt es von Lebewesen: Tiere, Pflanzen, Pilze und Mikroorganismen zersetzen organische Abfälle und halten das unterirdische Ökosystem im Gleichgewicht. Die zweiteilige Dokumentation begibt sich auf Spurensuche ins Erdreich und bringt ans Licht, welche Lebensformen unter der Erdoberfläche existieren.
Der zweite Teil erkundet die tieferen, bisher kaum erforschten Bodenschichten.
Dokumentarfilm Frankreich 2015
* Thema: Tag der Wissenschaft
Anlässlich der "Fête de la Science", die vom 6. bis 14. Oktober in ganz Frankreich auf vielfältige Art begangen wird, zeigt ARTE am Samstag, den 6. Oktober, ein ebenso unterhaltsames wie lehrreiches Sonderprogramm. Das Tagesprogramm widmet sich vor allem den Geheimnissen der Tierwelt: In "Yellowstone-Nationalpark: Warum verschwinden die Wapitis?" gehen Forscher mit modernsten wissenschaftlichen Methoden genau dieser Frage nach. Wölfe, Pumas, Grizzlybären - die Liste der Verdächtigen ist lang.
Ebenso spannend ist die Geschichte vom Quastenflosser, umgangssprachlich "Gombessa": Lange Zeit wurde angenommen, er sei seit dem Ende der Kreidezeit ausgestorben. Die Entdeckung eines Exemplars in einem Fischernetz war daher eine zoologische Sensation und versetzte die Forscherwelt in Aufregung.
Den Höhepunkt im Abendprogramm bildet die Doku-Fiktion "Robert Koch und Louis Pasteur - Duell im Labor", in der es um die durch erbitterte Konkurrenz befeuerten, bahnbrechenden Entdeckungen der beiden Zeitgenossen geht.
Im Anschluss widmet sich die Wissenschaft bei ARTE Gegenwart und Zukunft: Ob automatische Bilderkennungssysteme bei Facebook, medizinische Diagnostik etwa bei Krebserkrankungen, autonom fahrende Autos und virtuelle Dialogsysteme wie Chatbots - künstliche Intelligenz ist omnipräsent. Ist sie bald vielleicht sogar schlauer als wir?
Die Dokumentation "Roboter - Noch Mensch oder schon Maschine?" befasst sich zum Abschluss des Abends mit der künftigen Rolle humanoider Roboter: Ab wann wäre ein Roboter einem Menschen gleich? Wo kann er nützlich sein, wo sollten wir Grenzen setzen?
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 06.10.2018 um 12:50 Uhr auf arte.