

Unter der Erdoberfläche verbirgt sich eine unerforschte Welt. Oft muss man nur wenige Meter tief graben, um auf verblüffende Überraschungen zu stoßen. Der erste Teil der Dokumentation "Reise in den Untergrund" erkundet die obersten Erdschichten, die der Mensch meist im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen tritt. Dabei ist hier einiges los: Abseits von neugierigen Blicken betreiben Tiere, Pflanzen, Bakterien und Viren eine regelrechte unterirdische Industrie.
Die Lebewesen in den obersten Bodenschichten tragen zur Reinigung ihres Lebensraumes bei und verbinden die Erdoberfläche mit den tieferen Schichten des Erdreichs. Insekten, Käfer und Bakterien zersetzen die organischen Abfälle, die sich auf dem Erdboden ansammeln. Mit vereinten Kräften entstehen daraus die Nährstoffe, die den Boden so fruchtbar machen.
Regenwürmer graben die Bodenschichten um und verteilen die Nährstoffe in der Erde. An manchen Stellen kommen bis zu 250.000 Würmer auf einen Hektar! Etwas tiefer erstreckt sich das Wurzelwerk, das zusammen mit den Pilzen dafür sorgt, dass die Nährstoffe zu den Pflanzen gelangen.
All diese Organismen leben und wirken millionenfach in den obersten Bodenschichten. Eine einzige Schaufel voller Erde enthält Tausende Lebewesen von mehreren Hundert Arten. Sie bilden eine unsichtbare Streitmacht, die das Leben auf der Erde erst möglich macht.
Unter der Erdoberfläche verbirgt sich eine unerforschte Welt. In den Bodenschichten, die man früher für tote Materie hielt, wimmelt es von Lebewesen: Tiere, Pflanzen, Pilze und Mikroorganismen zersetzen organische Abfälle und halten das unterirdische Ökosystem im Gleichgewicht. Die zweiteilige Dokumentation begibt sich auf Spurensuche ins Erdreich und bringt ans Licht, welche Lebensformen unter der Erdoberfläche existieren.
Der erste Teil erforscht die obersten Bodenschichten wenige Meter unter der Erde.
Dokumentation Frankreich 2015
* Thema: Tag der Wissenschaft
Anlässlich der "Fête de la Science", die vom 6. bis 14. Oktober in ganz Frankreich auf vielfältige Art begangen wird, zeigt ARTE am Samstag, den 6. Oktober, ein ebenso unterhaltsames wie lehrreiches Sonderprogramm. Das Tagesprogramm widmet sich vor allem den Geheimnissen der Tierwelt: In "Yellowstone-Nationalpark: Warum verschwinden die Wapitis?" gehen Forscher mit modernsten wissenschaftlichen Methoden genau dieser Frage nach. Wölfe, Pumas, Grizzlybären - die Liste der Verdächtigen ist lang.
Ebenso spannend ist die Geschichte vom Quastenflosser, umgangssprachlich "Gombessa": Lange Zeit wurde angenommen, er sei seit dem Ende der Kreidezeit ausgestorben. Die Entdeckung eines Exemplars in einem Fischernetz war daher eine zoologische Sensation und versetzte die Forscherwelt in Aufregung.
Den Höhepunkt im Abendprogramm bildet die Doku-Fiktion "Robert Koch und Louis Pasteur - Duell im Labor", in der es um die durch erbitterte Konkurrenz befeuerten, bahnbrechenden Entdeckungen der beiden Zeitgenossen geht.
Im Anschluss widmet sich die Wissenschaft bei ARTE Gegenwart und Zukunft: Ob automatische Bilderkennungssysteme bei Facebook, medizinische Diagnostik etwa bei Krebserkrankungen, autonom fahrende Autos und virtuelle Dialogsysteme wie Chatbots - künstliche Intelligenz ist omnipräsent. Ist sie bald vielleicht sogar schlauer als wir?
Die Dokumentation "Roboter - Noch Mensch oder schon Maschine?" befasst sich zum Abschluss des Abends mit der künftigen Rolle humanoider Roboter: Ab wann wäre ein Roboter einem Menschen gleich? Wo kann er nützlich sein, wo sollten wir Grenzen setzen?
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 06.10.2018 um 12:05 Uhr auf arte.