14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs

2013

14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs ist der deutsche Titel einer internationalen dokumentarischen Dramaserie, die sich mit fiktionalen, dokumentarischen und animierten Elementen dem Thema des Ersten Weltkriegs widmet. Entwickelt wurde das Konzept, eine historische Dokumentation formal, stilistisch und dramaturgisch wie eine moderne Dramaserie zu erzählen, von Jan Peter, der auch bei allen acht Episoden Regie führte. Serienautoren waren Jan Peter und Yury Winterberg.[2] Als Dramaturgen arbeiteten der niederländische Produzent und Drehbuchautor Maarten van der Duin und der BBC-Autor Andrew Bampfield an der Entwicklung mit. Die Entwicklung der Serie beruht auf einer Idee von Gunnar Dedio, dem Produzenten von LOOKSfilm, und Ulrike Dotzer, der Abteilungsleiterin ARTE beim Norddeutschen Rundfunk.

Quelle: Wikipedia(deutsch)
Rezension zu 14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs
Thomas Schneider
Thomas Schneider
Online-Redakteur im Haus des Dokumentarfilms

Das Doku-Drama »14-Tagebücher des Ersten Weltkriegs« wurde produziert in einer gemeinsame Anstrengung von Arte, NDR, SWR, WDR, ORF und vielen internationalen Partnern. Die Filme erzählen die Geschichte von 14 ausgesuchten Menschen, die den Krieg am eigenen Leib erfahren haben. Grundlage sind ihre Tagebücher, in denen sie ihre Erlebnisse und Gedanken festgehalten haben. Gunnar Dedio von Looks Film berichtete bei der Preview in Stuttgart, welche Anstrengungen unternommen worden waren, um »Dem großen Krieg«, der schon zigfach filmisch nacherzählt worden sei, neue Aspekte abzugewinnen.

Im Mittelpunkt der acht Folgen stehen die Kriegstagebücher und -erinnerungen von insgesamt 14 Menschen, die auf allen Seiten am Krieg mitwirkten oder von ihn als Zivilist erlebten. Diese Dokumentaristen des Zeitgeschehens werden in Spielszenen dargestellt. Oft nahtlos, stets fließend wechseln die Reenactments mit originalen Filmaufnahmen. Doch Jan Peter und Yury Winterberg, die beiden Autoren und Regisseure dieser Serie, mischen weitere Elemente des dokumentarischen Erzählens so geschickt, dass ein filmisches Gesamtkunstwerk entsteht. Sogar der direkte Blick in die Kamera und die Ansprache des Zuschauers - sonst ein Kick aus jeder Erzählung und damit meist ein fataler Fehler - funktioniert hier.

Der Aufwand war immens - und das sieht man dem Ergebnis an. Produzent Dedio bot gemeinsam mit SWR-Redakteur Gerolf Karwath Einblicke in die Probleme des Projektes. Er berichtete unter anderem von der jahrelangen Vorplanungen. Um ein junges Publikum zu interessieren, bedürfe es der Dramatisierung. Doch wie erzählt man eine Serie, wenn die vielen einzelnen Geschichte sich nie begegnen, sich nicht gegenseitig befeuern können? Das vebindende Element ist das Elende des Krieges, der hier ganz ohne Nachkolorierung, ganz ohne belehrende Dialoge in seiner ganzen Abscheulichkeit da steht, aber auch in seiner furchtbaren Alltäglichkeit.

»Es war eine Zeit, in der so viel geschrieben wurde, wie nie. Das war unser große Glück«, berichtet Dedio. Wenigstens ein Gutes in all dem Chaos.

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Kinostart:2013
29.04.2014 in Deutschland
weitere Titel:
14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs
14 - Diaries of the Great War en-ca en-gb ast
14-Diarios de la Primera Guerra Mundial
14 - Des armes et des mots
Det stora kriget
14 - I diari della Grande Guerra
14 مفكرة عن الحرب العظمى
Genre:Dokumentarfilm
Herstellungsland:Deutschland
Originalsprache:Deutsch, Russisch, Französisch, Englisch
IMDB: 213
Offizielle Webseite:www.14-tagebuecher.de
Regie:Jan Peter
Drehbuch:Jan Peter
Produzent:Gunnar Dedio
Darsteller:Celia Bannerman
Ivan Shvedoff
Stefan Puntigam
Megan Gay
James Gerard
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Rezensionen:

2014
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Best Documentary Miniseries (Beste Mehrteiler Dokumentation)
Nominiert
Datenstand: 23.08.2019 16:12:45Uhr