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Wölfe am Gran Paradiso

Mittwoch, 05.07.2017 14:15 Uhr
NDR
Mittwoch
05.07.2017
14:15 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Am Gran Paradiso wurden seit über 100 Jahren keine Wölfe mehr gesehen. Der Vorfahre der heutigen Hunde war in weiten Teilen Europas ausgerottet ebenso wie andere einheimische Raubtiere wie Bär und Luchs.
Aber in Italien hat der Wolf dank der einsamen Bergrücken im Apennin überlebt. In den letzten 50 Jahren hat sich die Wolfspopulation dort sogar erholen können. Starke junge Wölfe gehen auf Wanderung, suchen ein neues Revier. Unaufhaltsam erobern sie die Alpen, ziehen über Berge, an Städten vorbei, kreuzen Autobahnen. Meist werden sie nicht gesehen, aber sie hinterlassen Spuren dabei.
Am Fuße des Gran Paradiso, einem der vielen Viertausender im abgelegenen Aostatal, müssen sich Wolf und Wölfin gefunden haben. Die beiden stammen aus zwei verschiedenen Rudeln im Piemont. Über 300 Kilometer sind sie allein gewandert, haben lange gesucht, bis sie einen idealen Platz zum Überleben gefunden haben: den Nationalpark Gran Paradiso.
Dort lebt die Urpopulation des Alpensteinbocks, eine große Anzahl von Gemsen, und auch Rehwild ist in den letzten Jahren immer häufiger zu sehen. Ein Paradies für Wölfe.
Aber welche Folgen hat das für die Tierwelt und wie geht der Mensch mit dem gefürchteten Räuber um? Schließlich haben sich die Schäfer vom Aostatal daran gewöhnt, im Sommer ihre Schafe ohne Aufsicht in die Bergwiesen treiben zu können. Die ungeschützten Schafherden sind eine leichte Beute für einen Wolf.
Auch wenn für jedes gerissene Schaf ein Ausgleich gezahlt wird, das Wolfspaar stellt Biologen und Wildhüter vor eine große Herausforderung.
Der Film von Andrea Rüthlein erzählt die Geschichte von zwei Wölfen in der grandiosen Tierwelt am Gran Paradiso.
Autor: Andrea Rüthlein
Redaktion: Ralf Quibeldey

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 05.07.2017 um 14:15 Uhr auf NDR.