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Wölfe am Gran Paradiso

Ein Film von Andrea Rüthlein - ABENTEUER WILDNIS
Montag, 30.05.2016 14:15 Uhr
BR
Montag
30.05.2016
14:15 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Wölfe hat die Tierwelt am Gran Paradiso seit über hundert Jahren nicht mehr gesehen. Der Wolf war in weiten Teilen Europas ausgerottet, genauso wie die anderen einheimischen Raubtiere Bär und Luchs. Aber in Italien hat er überlebt, dank der einsamen Bergrücken im Appenin. In den vergangenen fünfzig Jahren hat sich die Wolfspopulation dort sogar erholen können. Starke junge Wölfe gehen auf Wanderung, suchen ein neues Revier. Unaufhaltsam erobern sie die Alpen, ziehen über Berge, an Städten vorbei, kreuzen Autobahnen. Meist werden sie nicht gesehen, aber sie hinterlassen Spuren.
Am Fuß des Gran Paradiso, einem der vielen Viertausender im abgelegenen Aostatal, müssen sich Wolf und Wölfin gefunden haben. Die beiden stammen aus zwei verschiedenen Rudeln im Piemont. Über 300 Kilometer sind sie allein gewandert, haben lange gesucht, bis sie einen idealen Platz zum Überleben gefunden haben: den Nationalpark Gran Paradiso. Dort lebt die Urpopulation des Alpensteinbocks. Eine große Anzahl von Gämsen und auch Rehwild sind in den letzten Jahren immer häufiger zu sehen - ein Paradies für Wölfe.
Aber welche Folgen hat das für die Tierwelt und wie geht der Mensch mit dem gefürchteten Räuber um? Schließlich haben sich die Schäfer vom Aostatal daran gewöhnt, im Sommer ihre Schafe ohne Aufsicht auf die Bergwiesen zu treiben. Die ungeschützten Schafsherden sind eine leichte Beute für einen Wolf. Auch wenn für jedes gerissene Schaf ein Ausgleich bezahlt wird - das Wolfspaar stellt Biologen und Wildhüter vor eine große Herausforderung.
Filmautorin Andrea Rüthlein erzählt die Geschichte von zwei Wölfen in der grandiosen Tierwelt am Gran Paradiso.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 30.05.2016 um 14:15 Uhr auf BR.