

In dem mittelamerikanischen Land Costa Rica reicht die Dschungellandschaft bis direkt an die Küste. Das Team aus Wissenschaftlern und Kameraleuten fragt sich, warum man hier jeden Morgen leere Schildkrötenpanzer findet. Die Costa Ricaner halten den Jaguar für den Schuldigen. Ob das Team diese Vermutung bestätigen kann?
Nachts schwimmen Bullenhaie aus dem Meer die Flussmündungen hinauf: Sie folgen den Süßwasserströmen bis ins Innere des Dschungels. Dort erwartet sie dann reiche Beute. Dem Kamerateam gelingen in dem trüben Gewässer aufschlussreiche Bilder dieses seltsamen Phänomens.
Zur gleichen Zeit bahnt sich ein zweites Drehteam einen Weg durch den dichten Dschungel. Der bietet Tausenden Spinnen, dem seltenen Wickelbären und dem Hasenmaul, einer fischfressenden Fledermausart, einen guten Lebensraum.
Der Mensch ist tagsüber aktiv, nachts funktionieren seine Sinne weniger gut, und er meidet generell die Dunkelheit. Doch ein Großteil der Natur wird erst nach Einbruch der Nacht richtig wach. So gelten 68 Prozent aller Tiere als nachtaktiv. Beobachtungen zeigen, dass Tiger 93 Prozent ihrer Beutetiere zwischen Sonnenuntergang und -aufgang erlegen und Löwen nachts viermal aktiver sind als tagsüber. Neue Technologien erlauben es heute zu zeigen, was nachts in der Natur vor sich geht. Die Dokumentarreihe zeigt spektakuläre Szenen und ist reich an Entdeckungen und Emotionen. Die auf Nachtaufnahmen spezialisierten Kameraleute begeben sich mit einer Reihe von Forschern, die sich auf das Nachtleben der Tiere spezialisiert haben, in die entlegensten Winkel der Welt, um die Verhaltensweisen von Nachttieren zum ersten Mal zu filmen. Bei ihren Bemühungen, der Dunkelheit ihre Geheimnisse zu entlocken, mischen sich die Drehteams hautnah unter die Nachtkreaturen: Sie waten durch Sümpfe voller Piranhas, wagen sich in von Haien bevölkerte Gewässer und kriechen in enge, von Schlangen bewohnte Höhlen.
Dokumentationsreihe Großbritannien 2012
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 17.06.2017 um 11:10 Uhr auf arte.