"Viele denken, ich sei ein ganz normaler Mensch. Erst wenn man länger mit mir spricht, merkt man, dass ich Sachen wiederhole oder über Sachen lache, über die kein anderer lacht - z.B. über die Feuerwehr, Gewitter oder Geräusche. Das ist die Sache, die ich habe", sagt Dennis. Autismus-Spektrum-Störung heißt Dennis' Diagnose, eine neurologische Entwicklungsstörung, die sich vor allem im sozialen Umgang mit Mitmenschen zeigt sowie im Wiederholen von Verhaltensweisen. Zusammen mit Alex und Christoph teilt er sich ein Stockwerk in einer Dreier-Autisten-WG in Schrobenhausen. Insgesamt 13 junge Autisten wohnen in dem Haus in der Bahnhofstraße. Dennis lebt dort, seit seine Mutter gestorben ist. Er ist der Sonnenschein der WG und auf den ersten Blick sehr offen. Im sozialen Umgang aber ist Dennis eingeschränkt, und so kommt es manchmal zu Missverständnissen, die oft auch einer gewissen Situationskomik nicht entbehren. Dennis lernt aus diesen Vorkommnissen, wenn auch vielleicht nicht sofort.
Die WG und das Zusammenleben mit seinen Begleitern der Regens-Wagner-Stiftung tun Dennis gut. Freundschaften entstehen langsam sowie auch Vertrauen. Von diesem "Zuhause" erzählt die Autorin Linda Hofmeier, von Wind und Wetter und dem Leben. Über ein halbes Jahr hat sie Dennis begleitet: u.a. beim WG-Leben und bei seiner Arbeit als Hausmeistergehilfe am Gymnasium Schrobenhausen, beim Cocktailtrinken und Fußballschauen mit seinen autistischen Freunden, bei seiner Oma und seinem guten Freund, dem Pizzabäcker Ernesto, beim Schwimmen und beim Wetterbeobachten. So nimmt Dennis die Zuschauer ganz bewusst mit in seine ganz eigene Welt.
Film von Linda Hofmeier - aus der Reihe "Gott und die Welt"
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 22.01.2017 um 07:00 Uhr auf SR.