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Mandelas Land

Quelle: Pressebild (ard2017)
Quelle: Pressebild (ard2017)

Dreißig Jahre sind seit den ersten demokratischen Wahlen in Südafrika und dem Sieg des ANC damals vergangen. "Nie, nie und nimmer wieder soll dieses schöne Land die Unterdrückung des einen durch den anderen erleben", sagte der erste schwarze Präsident, Nelson Mandela, nach seiner Vereidigung am 10. Mai 1994. "Möge die Freiheit herrschen, und möge die Sonne niemals über einer so glorreichen menschlichen Errungenschaft untergehen! Gott segne Afrika!"


Mandelas Partei konnte zwar dank stetem Wirtschaftswachstum und mithilfe von Sozialprogrammen den Großteil der Südafrikaner aus extremer Armut holen. Sie wollte Chancengleichheit, Bildung für alle, Gesundheitsversorgung. Das nationale Interesse sollte über allem stehen. Rede-, Meinungs- und Bewegungsfreiheit wurden eingeführt.

Aber nach den hoffnungsvollen Anfangsjahren nahm die Korruption im ANC immer extremere Formen an, Kriminalität und eine anhaltende Energiekrise setzten dem Land zu und es ging bergab. Die Frustration über die Regierungsbilanz drei Jahrzehnte nach Ende der Rassentrennung ist überall zu spüren. Zusammengewachsen ist die Gesellschaft Südafrikas bis heute nicht.

Viele Menschen werfen dem ANC vor, dass die Apartheid zumindest wirtschaftlich nie richtig aufgehört hat. Es herrschen immer noch hohe Arbeitslosigkeit und Einkommensunterschiede. Nirgendwo auf der Welt ist der Reichtum heute so ungleich verteilt wie in Südafrika. Von ihren einstigen Idealen hat sich die Partei weit en…

Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 13.06.2024 um 22:15 Uhr auf phoenix.