Christian Rach lernt im Brotmuseum Ebergötzen, wie Steinzeitmenschen und Römer ihr Brot zubereiteten: aus Einkorn, Dinkel oder Emmer, inklusive des Steinabriebs der Handmühlen. Das Knirschen zwischen den Zähnen begleitete über Jahrhunderte den Brotgenuss.
Küchenarbeit ist Schufterei, das erfährt Christian Rach auch in einer Mittelalterküche, in der bis zu 50 Gerichte gleichzeitig für hunderte Speisende zubereitet werden mussten. Vom Rupfen des Geflügels über das Kneten des Teiges von Hand und der Schlepperei der Zutaten. Immer wieder muss er "einen Zahn zulegen", was nichts anderes hieß, als den Topf über der Feuerstelle am gezahnten Metall abzusenken, um die Hitze zu erhöhen. Erst die Jahrhunderte erleichterten das Leben der Hausfrauen und -männer. Die "Frankfurter Küche" wurde Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt, um auf gerade einmal acht Quadratmetern die Wege in der Küche zu verkürzen und zu rationalisieren. Instantprodukte wie die Trockensuppe, die eigentlich für Seefahrer und Entdecker erfunden wurde, hielten Einzug auch in die Alltagsküche.
Sternekoch Christian Rach begibt sich auf eine Reise in drei Gängen durch die Kulturgeschichte des Kochens und Essens.
Thementag: Festessen - Schlemmen rund um den Globus
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 23.12.2016 um 06:45 Uhr auf Phoenix.