Michael Scheidl als Regisseur sowie Klaus Schedl und Tato Taborda als Komponisten wählten für dieses komplexe Thema das Musiktheater als die adäquateste Form künstlerischen Ausdrucks.
Der Kunstraum-Film konzentriert sich auf zwei der insgesamt drei Teile des Musiktheaters "Amazonas". In diesen zwei Teilen werden zwei Wahrnehmungen des Themas "Amazonas" thematisiert: die erste, das ist die europäische, damit also die kolonialistische Sichtweise am Beispiel der Aufzeichnungen des englischen Entdeckers / Eroberers Sir Walter Raleigh (1552-1618). Die zweite Wahrnehmung ist die der Yanomami, des Stammes der seit Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden im und vom Amazonas lebt und dessen Geschichte und Lebensweise sich bis vor relativ kurzer Zeit in keinem Geschichtsbuch fand.
"Was bleibt" ist also hier keine Frage, sondern eine Feststellung. Obwohl die ausgestellten Objekte auf den ersten Blick nichts anderes sind als gebrauchte Werkzeuge in ganz wörtlichen Sinn, vermitteln sie bei näherer Betrachtung doch tiefe und direkte Einblicke auf Fragen unserer Existenz.
Von der Idee zum Kunstwerk ist es nicht immer ein leichter Weg - Kunstraum macht diesen Weg transparenter.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 08.12.2016 um 10:00 Uhr auf ARD alpha.