Der Bildhauer und Installationskünstler Christian Schnurer hat mit einem 40 Jahre alten tschechischen Fahrzeug der Marke Velorex, das er zum Amphibienfahrzeug umgebaut hat, eine Reise von München über den Balkan bis nach Istanbul, Kulturhauptstadt Europas 2010, unternommen. Und in Istanbul hat er auch noch den Bosporus damit überquert, alle bürokratischen und technischen Hürden überwunden. Es geht dem Künstler aber nicht um das individuelle Reise-Erlebnis, sondern darum, was ein derartiges Unternehmen auslöst.
"Bei einer Expedition kommt man ja auch zurück und berichtet von der Neuen Welt, die man entdeckt hat. Die eigentliche Funktion der Expedition ist ja nicht die Fahne, die man auf den Mond steckt, sondern die Kommunikation nach der Fahrt", sagt er. "Das Fahrzeug hat eine gewisse Botschafter-Funktion bekommen. Und ich bin dann als derjenige, der es ersonnen hat, eher der Mechaniker für andere Personen. Die Mathilda hat auch ihren Beitrag zum Jahr der Kulturhauptstadt Europas geleistet, sie bräuchte eigentlich ein diplomatisches Kennzeichen". "Man kann es als eine politische Tätigkeit sehen, zwar keine Agitation, aber eine soziale Skulptur, unabhängig davon, wie man das nun bezeichnet, ob Bildhauerei, Installationskunst, oder Kunst im öffentlichen Raum".
Von der Idee zum Kunstwerk ist es nicht immer ein leichter Weg - Kunstraum macht diesen Weg transparenter. Die Sendereihe vermittelt die Visionen, Emotionen und Gedanken von Künstlern.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 23.11.2016 um 21:45 Uhr auf ARD alpha.