Auch mehr als 30 Jahre nach seinem Tod im Mai 1981 sind viele von Bob Marleys Songs auf der ganzen Welt berühmt. Seine Musik ist immer wieder überall dort zu hören, wo sich politischer Protest formiert: im Nahen Osten ebenso wie in Afrika oder bei den Occupy-Versammlungen auf der ganzen Welt. Seine nach wie vor wachsende Fan-Gemeinde ist Zeugnis einer musikalischen Botschaft, die damals wie heute die Menschen auf der ganzen Welt zu einen vermag. Dabei war Marley selbst ein durch und durch ambivalenter Künstler, was die Dokumentation eindrücklich zeigt.
Bob Marley liebte Frauen, Fußball und Marihuana, er war ein überzeugter Anhänger der Rastafari-Bewegung. Seine politische Mission zog er seinen eigenen Kindern vor, pflegte teilweise fragwürdige Kontakte zu Kriminellen und ließ seine Krebserkrankung aus Glaubensgründen zu spät behandeln.
All dies zeigt Kevin MacDonald in seinem Dokumentarfilm "Marley" anhand von Konzertausschnitten, Interviews, bislang teilweise unveröffentlichtem Archivmaterial - und offenbart so eine zutiefst ambivalente Persönlichkeit. Der faszinierende Film lässt keinen Raum für blinde Heiligenverehrung, schafft jedoch ein tieferes Verständnis für einen außergewöhnlichen Künstler.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 09.11.2016 um 21:00 Uhr auf ONE.