Tegel besitzt einen bekannten Flughafen und die größte Justizvollzugsanstalt Deutschlands. Rund um den Tegeler See im Nordwesten Berlins gibt es auch einen attraktiven, von Wasser und Wald geprägten Stadtteil. Fluglärm ist hier kein wirkliches Problem. Die Bewohner haben sich seit der "Rosinenbomber" mit dem Krach am Himmel arrangiert. Am Flughafensee sind die startenden und landenden Maschinen im Hintergrund sogar ein besonderes Highlight für die Badenden. Überhaupt ist Tegel erstaunlich reich an Attraktionen. Auf mancher Insel im Tegeler See gibt es wilden Dschungel und Laubenpieperidyllen für Individualisten, außerdem seit fast hundert Jahren ein Gymnasium, das die Schüler nur mit der Fähre erreichen. Dort, auf der Insel Scharfenberg, findet der Unterricht auch mal im Schweinestall oder auf dem Pferderücken statt.
Den Liedermacher Klaus Hoffmann dagegen zieht es seit über 20 Jahren an den Rand des Tegeler Forstes, in das bekannte "Buddhistische Haus", das jedem Sinnsuchenden zur Meditation offen steht. Einen Rückzugsort hat auch der Maler Johannes Bauersachs im ehemaligen Haus der Dada-Künstlerin Hannah Höch gefunden. Kunst und Garten gehören hier zusammen. Auch heute gibt es noch viel zu entdecken in diesem weniger bekannten Stadtteil Berlins.
Film von Sabine Carbon
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 11.08.2016 um 14:15 Uhr auf NDR.