Einst war ganz Mitteleuropa von dichten Urwäldern bedeckt. Diese Wälder sind lange verschwunden, nur einige grüne Inseln scheinen die Zeiten überdauert zu haben. "Mythos Wald" erzählt die Geschichte dieser letzten Oasen. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass selbst die Wälder in einem Nationalpark fern von echten Urwäldern sind. Nachdem die großen Pflanzenfresser wie Bison und Auerochse ausgerottet waren, ist ein Biotop verloren gegangen, das artenreicher war als jedes andere in Mitteleuropa. "Mythos Wald" zeigt auf, wie dieses einst verlorene Paradies zurückgewonnen werden kann.
Noch immer ist der Wald der Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten. Große und kleine Dramen spielen sich in der Natur ab: Die Naturdokumentation zeigt, wie Füchse im Frühjahr ihre Jungen bekommen und wie die verspielten Welpen der Füchse ihren Bau verlassen, aber auch Erlebnisse einer Wildschweinrotte. "Mythos Wald" dokumentiert aber nicht nur erstaunliches Tierverhalten, sondern macht durch sehr lange Zeitraffer, extreme Zeitlupen und neue Makrooptiken Phänomene sichtbar, die dem menschlichen Auge sonst verschlossen blieben.
Film von Jan Haft
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 12.07.2016 um 11:30 Uhr auf NDR.