Die Türkei im 21. Jahrhundert: Terroranschläge, Bürgerkrieg in den Kurdengebieten und Repressalien gegen oppositionelle Pressevertreter. Von dem einstmals als Vorzeigedemokratie in der islamischen Welt gefeierten Staat, scheint nicht mehr viel übriggeblieben zu sein. Verantwortlich für diese Entwicklung ist Recep Tayyip Erdogan. Seit mehr als einem Jahrzehnt prägt er die politischen Geschicke seines Landes. Anfangs der reformfreudige Ministerpräsident bricht er, mittlerweile türkischer Präsident, mit republikanischen Traditionen im Land. Sein politisches Ziel: die allumfassende präsidiale Macht. Ihr mussten sich nicht nur Oppositionelle, sondern auch in Ungnade gefallene politische Weggefährten beugen. Jüngstes Beispiel: der erzwungene Rücktritt des Ministerpräsidenten und vormaligen AKP-Parteifreundes Ahmed Davutoglu.
Wie genau funktioniert Erdogans Herrschaftssystem? Darüber diskutiert Stephan Kulle im phoenix-Thema "Erdogans Reich" mit seinen Gästen.
Neben den Gesprächen mit Gästen steht im Mittelpunkt der Sendung die Dokumentation "Koran, Kommerz und Korruption - Die Türkei im Umbruch" des ZDF-Korrespondenten Luc Walpot. Walpots zentrale Fragestellung: Wird die Türkei unter Recep Tayyip Erdogan zu einem Ein-Mann-Staat?
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 10.05.2016 um 10:45 Uhr auf Phoenix.