Meister Lampe war "Wildtier des Jahres 2001", weil sein Bestand zurückgeht. Durch die Intensivierung in der Landwirtschaft verliert der Feldhase an Lebensraum und Nahrungsangebot: Es gibt kaum noch Wildkräuter, die für den Hasen unverzichtbarer Bestandteil der Nahrung sind. Entsprechend verlief die Entwicklung der Populationen - es ging stetig abwärts.
Auch andere Tiere, wie z. B. die Wachtel und das Rebhuhn, leiden unter der Mangelernährung. Die nächsten Verwandten der Hasen, die Kaninchen, kommen dagegen recht gut mit der veränderten Umwelt zurecht. Sie begnügen sich mit eintöniger Kost. Im Frühjahr toben sie boxend über die Felder. In der Zeitlupe wird deutlich: Die Häsin haut dem Rammler ordentlich was hinter die Löffel. Ihr Boxkampf ist Teil des turbulenten Paarungsvorspiels, in dem die Hasen, die während des Rests des Jahres Einzelgänger sind, ihre Berührungsängste abbauen.
Günter Goldmann hat die Tiere der Feldflur aus allernächster Nähe beobachtet. Er zeigt das Rebhuhn bei der Aufzucht seiner Jungen, er ist den Kaninchen in ihre unterirdischen Bauten gefolgt, und er ist dabei, als der Habicht seinen tödlichen Angriff fliegt. Im Mittelpunkt seines Berichts steht jedoch der Hase, den Goldmann durch alle vier Jahreszeiten begleitet.
Ein Film von Günter Goldmann für die Reihe 'ABENTEUER WILDNIS'
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 24.03.2016 um 14:15 Uhr auf BR.