

Im Frühjahr, kurz vor Ostern, toben sie wieder boxend über die Felder. Sie gehen nicht gerade zimperlich miteinander um: Die Häsin haut dem Rammler ordentlich was hinter die Löffel. Ihr Boxkampf ist Teil des turbulenten Paarungsvorspiels, in dem die Hasen, die das restliche Jahr Einzelgänger sind, ihre Berührungsängste abbauen.
Als Schokoladen-Osterhasen kennt ihn jedes Kind, doch in freier Wildbahn sieht man "Meister Lampe" immer seltener. Sein Lebensraum auf Feldern und Wiesen wird immer weiter zerstört. In landwirtschaftlich genutzter Landschaft gibt es kaum noch Wildkräuter, die für den Hasen unverzichtbarer Bestandteil seiner Nahrung sind. Entsprechend verlief die Entwicklung der Populationen - die Zahl der Hasen ging stetig abwärts. Auch andere Tiere, wie beispielsweise die Wachtel oder das Rebhuhn, leiden unter der Mangelernährung. Die nächsten Verwandten der Hasen, die Kaninchen, kommen besser mit der veränderten Umwelt zurecht. Sie begnügen sich mit eintöniger Kost. Doch aufgrund verschiedener Krankheiten ist auch ihre Zahl rückläufig.
Günter Goldmann hat die Tiere der Feldflur aus allernächster Nähe beobachtet. Er zeigt das Rebhuhn bei der Aufzucht seiner Jungen, er ist den Kaninchen in ihre unterirdischen Baue gefolgt, und er ist dabei, wenn der Habicht seinen tödlichen Angriff fliegt. Aber im Mittelpunkt seines Berichtes steht der Hase, den der Tierfilmer durch alle vier Jahreszeiten begleitet. Produktion: Thomas Kutsche
Produktion: Barbara Meyer
Autor: Günter Goldmann
Kamera: Günter Goldmann
Redaktion: Wolf Lengwenus
Redaktion: Ralf Quibeldey
Regie: Günter Goldmann
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 29.09.2017 um 14:15 Uhr auf Radio Bremen TV.