Hanna Schygulla spricht in der Interview-Reihe über den Dokumentarfilm "Eine Geschichte über den Wind". Darin habe der niederländische Regisseur Joris Ivens auf einer Reise durch China ein poetisches Werk erschaffen, das über das Leben, Kunst und die Verbindung zwischen Natur und Mensch reflektiere. Ivens filmische Suche nach dem Wind zeichne die Volksrepublik Ende der 1980er Jahre als ein Land zwischen Tradition und Moderne, Legenden und Mythen, zwischen Ironie und Staunen. Ivens war zur Zeit der Dreharbeiten bereits neunzigjährig. Schygulla beschreibt, wie die chinesische Bürokratie ihn zwingt, selbst Teil seiner Filmerzählung zu werden. Wie er in Ermangelung von Drehgenehmigungen zu überzeichneten Inszenierungen Zuflucht nimmt. Diese Mischung aus Verzweiflung und Leichtigkeit mache "Eine Geschichte über den Wind" zu einem Kunstwerk, das nicht belehre, sondern den Blick öffne.
Die 13-teilige Interview-Reihe ist eine Koproduktion von Südwestrundfunk und Haus des Dokumentarfilms, 2026.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 12.02.2026 um 04:00 Uhr auf SWR.