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Stille Wasser sind tief

Der Nassersee - Wasser in den Weiten der Wüste
Donnerstag, 14.09.2023 02:45 Uhr
arte
Donnerstag
14.09.2023
02:45 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Im Herzen Ägyptens reguliert der Nasser-Stausee seit nunmehr 40 Jahren die Fluten des ewigen Nils. Er entstand in den 1960er Jahren mit dem Bau eines riesigen Staudamms in Assuan. Der damalige ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser wollte sein Land modernisieren und dessen Stromversorgung verbessern. Dafür schreckt er nicht davor zurück, den Lauf des Nils, des zweitgrößten Flusses der Erde, zu ändern. In Ägypten trägt der Stausee, der sich über eine Länge von mehr als 500 Kilometer erstreckt, den Namen des ehemaligen Präsidenten. Der im Sudan liegende Teil des Sees heißt in Anlehnung an die Region Nubien, die durch ihn überschwemmt wurde, Nubia-See.
Seit dem Bau des Staudamms profitieren Mensch und Natur von den großen Süßwasserreserven. Der gezähmte Nil bringt nun kein zerstörerisches Hochwasser mehr mit sich, und inmitten der Wüste konnte ein neues Ökosystem entstehen. Die Fischerei hat sich entwickelt, Krokodile und Vögel haben sich am See niedergelassen. Doch wie lange wird das noch so bleiben? Denn auf dem Grund des Nasser-Stausees lagern sich Sedimente ab, und auch andere Länder planen heute Staudammprojekte am Nil, die das Wasser bereits weit vor dem Assuan-Staudamm aufhalten. So könnte diese fantastische Wasserquelle eines Tages versiegen.
Seen sind lebendige Gewässer, sie entstehen und vergehen in einem Kreislauf der Natur. Die Dokumentationsreihe ergründet in wunderschönen Bildern, wie die Natur und der Mensch in Harmonie mit den Lebenszyklen ganz unterschiedlicher Seen auf der Erde leben.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 14.09.2023 um 02:45 Uhr auf arte.