

Dem Sturz der demokratisch gewählten Regierung folgt eine Welle des Terrors gegen die Mitglieder der Volksbewegung Unidad Popular, die Gewerkschaften und linke Journalisten. Die Pressefreiheit wird abgeschafft. Zehntausende Menschen werden verhaftet, brutal gefoltert und über 3.000 werden ermordet. Hunderttausende fliehen ins Ausland. Darunter sind viele Familien mit kleinen Kindern.
Die heute erwachsenen Exilkinder berichten aus unterschiedlichen Perspektiven von ihrer Flucht und dem Leben in der Emigration. Da ist zum Beispiel Claudia, die direkt nach dem Putsch mit ihrem kleinen Bruder Rodrigo, dem heutigen Gitarristen der "Ärzte", ein halbes Jahr im Untergrund in Valparaiso überlebt. Ihr Exil beginnt 1974 in Hamburg. Im selben Jahr findet Camilo mit seiner Familie Zuflucht in Ost-Berlin. Sein Vater gehört zu den Tausenden Menschen, die im Estadio Nacional inhaftiert und grausam gefoltert wurden. 17 Jahre dauert die Gewaltherrschaft der Militärjunta in Chile, unterdessen wachsen die Exilkinder in d
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 11.09.2023 um 23:50 Uhr auf Das Erste.