Auch in den originalen Bond-Geschichten Der Hauch des Todes und Der Mann mit dem Goldenen Colt hat 007-Schöpfer Ian Fleming echte Spionagemissionen rund um den deutsch-deutschen Todesstreifen verarbeitet. Fleming, der zuvor im Weltkrieg selbst als britischer Geheimagent aktiv war, recherchierte später als Journalist zum Wettstreit der Spione in Berlin auch investigativ vor Ort. Im Mai 1960 trifft er sich in der Sowjetzone mit einem Ost-Spion und im Westteil mit einem aktiven Agenten des britischen Geheimdienstes MI6, der nach Geheiminformationen zur nuklearen Aufrüstung des Ostblocks jagt.
Die Erstausstrahlung der Dokumentation James Bond an der Berliner Mauer auf phoenix zeigt, dass die deutsch-deutsche Frontstadt des Kalten Krieges mit ihren wahren Agenten-Dramen wichtige Inspirationen und ikonische Szenen zum weltweit populären 007-Universum beisteuerte. Der Film handelt von einem Scharfschützen-Duell am Grenzstreifen, von spektakulären Fluchtversuchen kurz vor dem Bau der Mauer im August 1961, und von dem echten KGB-Killer Bogdan Staschinski, der von Ost-Berlin aus Oppositionelle mit einer neuartigen Giftpistole ausschaltete.
Die spannenden wahren Spionagemissionen rund um den einstigen Berliner Todesstreifen sind mittels Animationsszenen genau rekonstruiert, und werden durch Bond-Expert:innen und Historiker erläutert: Darunter Siegfried Tesche, Jeremy Black, Andrew Lycett, Henry Chancellor, Torsten Reitz und Monica Germanà. Besondere Einblicke gewähren auch mit Kate Grimond eine Nichte des Bond-Erfinders Ian Fleming, sowie der britische Regisseur John Glen, der die Bond-Filme der 80iger Jahr prägte. Die Geschichtsdokumentation ist eine Fortsetzung des phoenix-Films Wie James Bond begann aus dem Jahr 2020, der beleuchtete, wie stark die 007-Welt auch durch echte Geheimoperationen des Zweiten Weltkrieges inspiriert war.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 08.03.2023 um 21:45 Uhr auf phoenix.