

Der Gotthard zählt zu den wichtigsten Alpenübergängen Europas. Die SWR Dokumentation erzählt die seine Geschichte - vom kleinen Pfad durch das Hochgebirge bis zum längsten Eisenbahntunnel der Welt. Einst brauchten Händler und Pilger zu Fuß 30 Stunden für die Reise von Flüelen bis Bellinzona. Im 19. Jahrhundert wird der Gotthard durch den Bau einer Straße auch für Kutschen befahrbar. Pferdegespanne der Gotthardpost verbinden die Menschen im Norden und im Süden mit täglichem Postverkehr. Mitte des 19. Jahrhunderts beschließt die Schweiz den Bau einer Eisenbahnstrecke am Gotthard. Ein 15 Kilometer langer Tunnel - damals der längste der Welt - soll in den Berg gesprengt werden. Den Zuschlag erhält der Schweizer Bauunternehmer Louis Favre, der einen riskanten Vertrag unterzeichnet: In nur acht Jahren muss er den Tunnel fertigstellen. Als der Durchstich erfolgt, ist Favre kurz vorher gestorben. Auch heute kommt es immer wieder zu Steinschlägen am Berg. Durch die Klimaerwärmung taut das Eis im Felsen und bringt die Steine ins Rutschen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 28.08.2022 um 12:00 Uhr auf ARD alpha.