Erde 2.0 - Wie man einen Planeten baut (1/2)

Großbritannien 2013

Quelle: ZDF-Pressebild
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Das Rezept für einen Planeten wie die Erde erfordert spezielle Zutaten: Eisen, Sauerstoff, Silizium und Magnesium machen mehr als 90% der Masse unseres Planeten aus. Um all diese Substanzen zu einem Planeten zusammenzufügen, ist eine Art Superkleber erforderlich – die Gravitation. Diese Kraft sorgt dafür, dass sich an bestimmten Stellen im Weltraum Gas- und Staubwolken zusammenballen, bis sie schließlich große, massive Körper bilden – die Planeten. Seitdem befindet sich das Gesicht unserer Erde in konstantem Wandel – durch Meteoriteneinschläge, aber auch durch Vulkanismus und Plattentektonik. Die Freisetzung von Sauerstoff und, in der Folge, Wasser sorgte schließlich für die Entstehung von Leben und unserer Atmosphäre.
Doch zuvor fehlte noch ein wesentlicher Baustein in diesem Planetenbauprojekt: auf sich allein gestellt, taumelt und schlingert das Modell auf seiner Bahn. Um den Planeten zu stabilisieren, brauchte die Erde ihren Mond. Wäre unsere Erde vor rund 4,5 Milliarden Jahren nicht mit einem anderen Objekt von der Größe des heutigen Planeten Mars kollidiert, gäbe es wohl keinen Mond. Er ist das entscheidende Gegengewicht, das die Erde daran hindert, unkontrolliert zu taumeln. Und ohne Mond gäbe es keine Jahreszeiten. Die Klimabedingungen – und damit das Wettergeschehen – wären so extremen Schwankungen unterworfen, dass es sehr unwahrscheinlich erscheint, dass unter diesen Gegebenheiten Leben hätte entstehen können.

Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 28.10.2021 um 14:15 Uhr auf ARD-alpha.

28.10.2021
14:15
Alternative Ausstrahlungstermine:
28.10.2021 14:15 Uhr ARD-alpha