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corona nachgehakt

Was kommt im Herbst auf Betriebe und Unternehmen zu?
Sonntag, 29.08.2021 11:15 Uhr
phoenix
Sonntag
29.08.2021
11:15 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Unternehmen sind von den Auswirkungen der Corona-Krise besonders betroffen. Mit dem Ende vieler Corona-Auflagen hatte sich die Lage der Betriebe langsam erholt. Nun ist die Sorge groß, dass sich mit den steigenden Infektionszahlen auch die Situation für die Betriebe wieder verschlechtern könnte. Was im Herbst auf die Unternehmen und Betriebe zukommt, beschreibt Nicole Grünewald, Präsidentin der Industrie und Handelskammer Köln, in corona nachgehakt.
Drei von vier Unternehmen haben negative Auswirkungen durch die Corona-Krise verspürt. Dies ergab eine repräsentative Stichprobe des Markt- und Sozialforschungsinstitut Kantar. Kantar hat im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) im April 500 und im Juni 1.000 Unternehmen zu ihrer Betroffenheit durch die Corona-Pandemie befragt. Am stärksten betroffen waren demnach die Branchen "Logistik/Verkehr", "Beherbergung und Gastronomie", "Kreativwirtschaft und Unterhaltung", "Nahrungsmittelproduktion", "Groß- und Einzelhandel" sowie "Fahrzeug und Maschinenbau".

* Sicherheitsvorkehrungen beeinflussen Produktionsabläufe

Für Unternehmen kommt es durch die Corona-Pandemie zu massiven Einschränkungen. Wenn beispielsweise der Sicherheitsabstand in Produktionsstätten nicht eingehalten werden kann, müssen Betriebe ihre Produktionsabläufe ändern oder temporär schließen. Zudem beeinflussen Störungen in internationalen Lieferketten die inländische Produktion. Und auch die Einschränkungen für Privatpersonen haben Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage.

* Zahlreiche personelle Auswirkungen

Auch personalpolitisch zeigten sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Laut der Kantar-Studie setzte im Juni gut jedes vierte der befragten Unternehmen Kurzarbeit ein oder plante, diese zu nutzen. Viele Unternehmen reagierten zudem mit einem Abbau von Überstunden oder Urlaub (34%), den Ausbau von Telearbeit (30%) oder Verkürzung der Arbeitszeit (24%). Zudem mussten 11 Prozent der Unternehmen Beschäftigte entlassen.

* Die Hälfte der Unternehmen nutzten Soforthilfen

Gut die Hälfte der befragten Kleinunternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten nutzten bis Juni die Soforthilfen des Bundes oder der Länder oder beabsichtigen, sie zu beantragen. Zudem werden von gut jedem sechsten Unternehmen coronaspezifische Darlehen, Kredite oder Bürgschaften genutzt. Außerdem erwog im Juni jedes fünfte Großunternehmen mit 250 oder mehr Beschäftigten Mittel aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) zu beantragen, sobald diese verfügbar sind. Gleichzeitig zeigte die Befragung durch Kantar jedoch auch, dass jedes zehnte der befragten Unternehmen mit positiven wirtschaftlichen Auswirkungen durch die Krise kommt oder zumindest positive Effekte verspürt.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 29.08.2021 um 11:15 Uhr auf phoenix.