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corona nachgehakt

Wie Corona unser Leben verändert
Dienstag, 17.08.2021 10:45 Uhr
phoenix
Dienstag
17.08.2021
10:45 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Immer mehr Millionäre
Die Pandemie hat unser Leben in vielerlei Hinsicht verändert. Einer dieser Aspekte ist der Reichtum Einzelner. Schon seit Jahren werden die finanziellen Unterschiede zwischen Reichen und Armen immer größer - in Europa führt Deutschland in der Breite der Wohlhabenden an. Im letzten Jahr stieg die Anzahl der "High-net-worth individuals" (HNWI), also Personen mit hohem Nettowert, laut Beratungsgesellschaft Capgemini weltweit um 6,3 Prozent an. Damit besitzen rund 20 Millionen Menschen weltweit ein Vermögen von rund einer Million Dollar in Geldanlagen. Circa 1,54 Millionen davon leben in Deutschland. In seinem "25. World Wealth Report" gibt Capgemini an, dieses Wachstum sei im Jahr 2020 durch steigende Aktienkurse, staatliche Konjunkturprogramme sowie steigende Immobilienpreise bedingt gewesen.
Onlinehandel deutlich gestiegen
Eine weitere Veränderung, die wir durch die Corona-Pandemie erleben dürfen, ist der Wandel zum Online-Shopping. Durch monatelange Schließungen der Läden verlagerte sich das Konsumverhalten innerhalb des Lockdowns zu großen Teilen ins Internet. So stieg der Brutto-Umsatz von Waren im E-Commerce im Jahr 2020 um 14,6 Prozent auf 83,3 Milliarden Euro an. Dabei zeigt sich eine Tendenz, vor allem Produkte des täglichen Bedarfs, wie Lebensmittel und Drogeriewaren online zu bestellen. Es wird davon ausgegangen, dass diese Veränderungen unser Konsumverhalten auch langfristig verändern werden. "Diese Entwicklung wird sich nicht mehr umkehren", erklärte Verbandspräsident Gero Furchheim.
Tendenz zum Homeoffice
Auch die Arbeitswelt hat durch das Virus starke Entwicklungen durchlebt. Das Homeoffice hat nicht nur Sicherheit und Kontaktbeschränkungen erzielt, sondern auch mobiles Arbeiten erleichtert. Besonders in administrativen und kreativen Berufen sollen Arbeitnehmer:innen künftig die Chance erhalten, dort zu arbeiten, wo sie ihrer Beschäftigung am produktivsten nachgehen können. "70 Prozent der Personalmanager der von uns befragten Unternehmen planen nach der Krise die Möglichkeiten für mobiles Arbeiten zu erweitern", so Dr. Stefan Rief, Leiter des Forschungsbereichs Organisationsentwicklung und Arbeitsgestaltung beim Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO). Diskussionsbedarf besteht dabei in Fragen wie der Anschaffung der Endgeräte oder der Einteilung von Arbeitszeiten. Um eine Überlastung der Angestellten zu umgehen, müsse man Arbeitszeiten weiterhin tracken, gleichzeitig darf dabei keine Komplettüberwachung durch Arbeitgeber:innen erfolgen. Darüber hinaus kommen Themen wie Datenschutz und Datennutzung auf, die im Zuge des technischen Wandels nicht vernachlässigt werden dürfen.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 17.08.2021 um 10:45 Uhr auf phoenix.