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Expeditionen ins Tierreich (1/2)

Wildes Österreich - Alpengipfel und Steppensee
Mittwoch, 08.09.2021 20:15 Uhr
Radio Bremen TV
Mittwoch
08.09.2021
20:15 Uhr
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Nur wenige Länder haben so viele verschiedene Landschaften auf engstem Raum wie Österreich: Schroffes Hochgebirge und schneebedeckte Gletscher sind Lebensraum für Steinadler und Gämsen, Edelweiß und Steinböcke. Die ausgedehnten Schilfflächen des Neusiedler Sees bieten ideale Brutplätze für Rohrdommeln, Haubentaucher, Rohrsänger und einen ganz besonders trickreichen Brutparasiten - den Kuckuck.
Die letzte große Wildnis in Mitteleuropa
Die Alpen Österreichs sind eine faszinierende Welt mit rund 950 Dreitausendern. Darunter sind berühmte Gipfel wie der Dachstein, der Sonnblick und der höchste von allen, der Großglockner. Der 3.789 Meter hohe Koloss ist die markanteste Spitze im Nationalpark Hohe Tauern. Die alpine Gebirgslandschaft ist die letzte große Wildnis in Mitteleuropa. Tiere und Pflanzen müssen extremer Kälte und Schneestürmen trotzen, jeder Schritt in den steilen Wänden kann über Leben und Tod entscheiden. Für die Gämsen geht es nicht nur ums Überleben. Im Winter wird entschieden, wer sich paaren darf. Unter den aufmerksamen Augen der Weibchen hetzen sich die Böcke bis zur totalen Erschöpfung, solange, bis einer der Kontrahenten aufgibt.
Die Schilfflächen sind ein wahres Brutparadies
Während am höchsten Punkt Österreichs noch lange die Stille des Winters herrscht, hat am tiefsten Punkt des Landes, dem Neusiedler See, längst der Frühling begonnen. Millionen Zugvögel kehren aus ihren Winterquartieren in Afrika zurück. Die endlos scheinenden Schilfflächen des Steppensees sind ein Brutparadies für Rohrdommeln, Haubentaucher und Rohrsänger. Zurückgekehrt ist auch ein spezieller Vogel, dessen Ruf jedes Kind kennt, den aber kaum jemand zu Gesicht bekommt: Der Kuckuck ist ein Schmarotzer, er baut kein Nest, brütet keine Eier aus und zieht keine Jungen groß. Er lässt andere für sich arbeiten. Mit raffinierten Tricks hat er sein Brutgeschäft ausgelagert.
Um dem Kuckuck bei seinem heimlichen Geschäft vor die Kamera zu bekommen, haben die Filmemacher Rita und Michael Schlamberger sehr viel Drehzeit gebraucht, über zwei Brutperioden. Sie haben das undurchdringliche Schilfdickicht in ein perfekt getarntes Filmset verwandelt und Kameraplattformen gut versteckt im hüfttiefen Wasser errichtet. Mit Erfolg! Am Ende haben sie den Meister der Tarnung und Täuschung austricksen können.
Alte Wälder mit undruchdringlichem Dickicht
Als dritten, typisch österreichischen Lebensraum zeigt die erste Episode von "Wildes Österreich", die alten Wälder: undurchdringliches, steiles Dickicht, riesige Bäume zwischen meterdicken, flechtenbewachsenen Felsblöcken. Dazwischen gefallene Baumriesen, Millionen Tonnen von Totholz. Alte Buchen mit bemoosten, knorrigen Ästen.
Ein Weißrückenspecht meißelt Käferlarven aus einem verrotteten Baum. Raufußkäuze haben als Nachmieter eine Schwarzspecht-Höhle bezogen. Hier ziehen sie ihre Jungen groß. Diese wilden Wälder sind urtümliche Relikte und wachsen auf schroffen Kalkfelsen rund um die "Eisenwurzen" entlang der Salza, im Grenzgebiet von Niederösterreich und der Steiermark und im oberösterreichischen Nationalpark Kalkalpen. Hierher ist sogar der Luchs wieder zurückgekehrt.
Vor dem Hintergrund einmaliger Landschaften ist der Zweiteiler "Wildes Österreich" eine bildgewaltige, epische Reise durch eines der schönsten Länder Europas - von den Alpengipfeln bis zum Steppensee.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 08.09.2021 um 20:15 Uhr auf Radio Bremen TV.