Die wunderbare Welt der Weine

Japan - Koshu, Perle des Regens

Quelle: Pressebild
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Auf den Weinbergen dieser Welt verbindet sich das Fachwissen hart arbeitender Winzer mit den geheimnisvollen Kräften der Natur. Ob am Wasser gelegen, im Schutz hoher Berge oder am Rand einer Wüste veranschaulichen Weingüter die Vielfalt dieser besonderen Art der Landwirtschaft.
In Japan, knapp zwei Autostunden von Tokio entfernt, wird eine weltweit einzigartige Rebsorte angebaut: die Koshu. Trotz wechselhaften Wetters gelingt es hier, vorzügliche Weine herzustellen.


Knapp zwei Autostunden südwestlich von Tokio ragt der Fuji aus einer Bergkette, die man hier die "japanischen Alpen" nennt. Das Gebirge bedeckt rund 70 Prozent der Präfektur Yamanashi und wirkt, als wolle es eines der bestgehüteten Geheimnisse des Landes vor fremden Blicken schützen: den Weinbau. Denn der Großteil des japanischen Weins wird in diesem Tal produziert.
Der Legende nach kam die Traube im 18. Jahrhundert im Gepäck eines buddhistischen Mönchs aus China auf die japanische Halbinsel. An riesigen, zwei Meter hohen Pergolen prägt der Wein seit nunmehr 1.300 Jahren das Landschaftsbild. Die Kleinstadt Katsunuma gilt dabei als Zentrum der japanischen Weinproduktion. Mitten in der Stadt gedeiht eine weltweit einzigartige Rebsorte: die Koshu.
Diese Traube ist mit einer besonders festen und widerständigen Haut optimal an die schwierigen Wetterbedingungen mit zwei Regenzeiten pro Jahr angepasst. Während die buddhistischen Mönche den Wein noch wie ihre chinesischen Vorfahren anbauen, lässt sich eine junge, im Ausland ausgebildete Generation vom europäischen Weinbau inspirieren, um neuartige und noch hochwertigere Weine zu produzieren. Doch nach der Ernte kommen Jung und Alt zusammen, um am Shinto-Schrein am Fuße des Fuji den Göttern für den fruchtbaren Boden zu danken.

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 18.09.2020 um 17:20 Uhr auf Arte.