

Vor tausend Jahren besiedelten alemannische Stämme - Nachfolger eines Nomadenvolkes - Gebiete im Oberwallis. Ihr Grundsatz, den Alpbetrieb stets ungeteilt einem einzigen Nachkommen zu übergeben, zwang die nachfolgenden Generationen zum Auswandern. Dank der Erfahrung als Hochgebirgssiedler bildeten die Walser so immer neue Kolonien in zuvor unbewohnten Gebirgslagen.
Der Filmautor folgt dem großen Walserweg am Simplonpass bis in das autofreie Gebirgsdorf Gspon, das nur durch eine Seilbahn erreichbar ist. Ein Panoramaweg führt vorbei an der Alp Sadolti - wiederum eine alte Walsersiedlung. Weiter verläuft der Weg durch das Saaser Tal, vorbei am Feegletscher nach Macugnaga, wo an der romanischen Kirche des Weilers Chiesa Vecchia ein weithin bekannter Viehmarkt abgehalten wird. Entlang den Wänden des Monte Rosa steigt der Weg über ein uraltes Steinplattenband hinauf zum "Türli", wie dieser Übergang nach Alagna im Walserdytsch genannt wird. In Gressony-St. Jean und St. Jaques im Valdobbia liegen die nächsten Walsersiedlungen, bevor es hinauf geht zum Theodulpass über eine steingepflasterte "Mulatteria", einen Maultierpfad. Film von Hans-Dieter Hartl
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 25.06.2020 um 14:00 Uhr auf BR.