Seitdem Nils denken kann, war seine Mutter depressiv. Die ganze Familie litt unter ihrer Krankheit, über Monate hinweg verschwand sie - für das Kind Nils ins Ungewisse. Er dachte immer wieder, sie käme nie mehr zurück. Heute weiß er, dass sie dann in der Klinik war.
Bevor Teresa Enke wusste, was Depression wirklich bedeutet, hat sie fest daran geglaubt, dass sie und Robert es mit Liebe schaffen würden. Bis der berühmte Torwart sich vor zehn Jahren das Leben nahm.
Wenn die Partner, die Eltern oder die Geschwister depressiv werden, gerät auch das eigene Leben aus den Fugen. Depression löst Hilflosigkeit und tiefe Ängste aus, verlangt aber auch oft nach harten Entscheidungen: Bleibe oder gehe ich? Kann die Verbindung zu dem geliebten Menschen weitergeführt werden? Vernachlässigt man das eigene Leben oder nimmt man es endlich in die Hand?
Nils will es nach einer gescheiterten Beziehung endlich schaffen, die eigene Familie mit dem neu geborenen Kind durch ein Leben ohne Abgründe zu führen.
Teresa hat eine Stiftung für den Kampf gegen die Volkskrankheit Depression gegründet, die gerade ein Virtual-Reality-Projekt entwickelt hat, mit dem man erleben kann, wie es im Kopf von depressiven Menschen aussieht. Gleichzeitig bereitet sie sich auf den 10. Todestag von Robert Enke vor und erlebt noch einmal die Gefühle von einst. 17.11.2019 Das Erste
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 03.05.2020 um 07:00 Uhr auf SWR.