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Jahrhundertdiebstahl in Dresden

Film von Adina Rieckmann, Heike Römer-Menschel und Ina Klempnow
Montag, 20.04.2020 22:45 Uhr
Das Erste
Montag
20.04.2020
22:45 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Fünf Monate nach der Tat gehen viele davon aus, dass die Schätze verloren sind. Der niederländische Kunstdetektiv Artur Brand etwa ist sich sicher: Die Schmuckstücke wurden inzwischen auseinandergenommen, Gold und Silber eingeschmolzen und die Edelsteine umgeschliffen. Die Rede ist unter anderem von Schmuckstücken wie der "Epaulette" aus der Brillantgarnitur. Die drei größten darin verarbeiteten Steine bringen alleine 110 Karat auf die Waage. Detektiv Brand erklärt: "Die klauen das und geben es schnell weiter. Wenn sie gefasst werden, dann werden die Diamanten, das Gold und Silber nicht bei ihnen gefunden. Die Täter kalkulieren ein Risiko mit ein. Sie sagen sich: "Drei oder vier Millionen Euro und dafür vielleicht zwei Jahre im Knast. Das ist besser, als sich einen normalen Job zu suchen."

* Auch andernorts kommt es zu solchen Raubzügen
Mit solchen skrupellos agierenden Banden haben es die Museen in Deutschland zunehmend zu tun. Mitte Februar wurden in Berlin Diebe, die im Bode-Museum eine 100-Kilo-Goldmünze erbeuteten, verurteilt. Von der Münze fehlt bis heute jede Spur. Und in Trier versuchten im Oktober letzten Jahres zwei Einbrecher, Hunderte römische Goldmünzen zu stehlen. Sie gingen ähnlich brachial vor wie die Täter in Berlin und Dresden.

* Reichen die Sicherheitsvorkehrungen aus?
Reichen die Sicherheitsvorkehrungen nicht mehr aus? In Dresden jedenfalls hatten die Täter leichtes Spiel. Die Chefin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden betont zwar: "Wir haben jährlich acht Millionen Euro Ausgaben für unsere Sicherheit." Das relativiert sich allerdings, wenn man weiß, dass das Geld für 15 hochkarätige Museen reichen muss.

Wer war für die Sicherheitslücken verantwortlich? Werden Konsequenzen daraus gezogen? Und wie groß sind die Chancen, die Täter zu fassen? Die Soko Epaulette arbeitet rund um die Uhr und wertet akribisch über 1.000 Hinweise und Spuren aus. Ein Film von Adina Rieckmann, Heike Römer-Menschel und Ina Klempnow

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 20.04.2020 um 22:45 Uhr auf Das Erste.

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Dokumentation/Reportage, Kunst, Deutschland, Recht/Justiz