Fahr mal hin

Frischer Wind - Der Hunsrück rund um Kirchberg

Quelle: Pressebild
Quelle: Pressebild

Die Landschaft rund um Kirchberg, der ältesten Stadt des Hunsrücks, ist ruhig. Doch gleichzeitig leben hier Menschen, die mit ihren Ideen frischen Wind in die Dörfer bringen.


Zum Beispiel Kerstin Rudat. Die Kreative hat eine Karriere in der Werbebranche aufgegeben und ist in den Hunsrück zurückgekehrt. Mit ihrer Idee, konventionelle Kinderbausteine aus Holz mit Hightech zu verbinden, zeigt sie, dass das Gründen eines Start-ups auch in einer strukturschwachen Region wie dem Hunsrück möglich ist. Um zu verdeutlichen, was alles möglich ist, hat sie gemeinsam mit ihrem Mann ein alteingesessenes Kirchberger Gasthaus gekauft, das schon seit vier Jahren geschlossen war.

Auch Jennifer Sauer ist eine Frau, die die Möglichkeiten und nicht die Probleme sieht. Eigentlich ist sie Goldschmiedin und führt in Stipshausen eine Atelierwerkstatt, in der sie die Formen des Hunsrücker Waldes in ihre Schmuckstücke einfließen lässt. Seit zwei Jahren bietet sie aber auch in einem besonderen Laden 100 Prozent Kunsthandwerk an, obwohl viele ihr davon abgeraten haben, im entlegenen Stipshausen so etwas zu wagen.

Ähnliches hat auch Judith Vogt erlebt: Sie hat einen Unverpackt-Laden in Kirchberg eröffnet. Ein nachhaltiger Laden, der keinen Plastikmüll produziert. In ihrem Laden verkauft sie vor allem regionale Produkte, auch Mehl aus der Weitersbacher Mühle Lorenz, die als einzige der vielen Mühlen im Idarbachtal überlebt hat. Müllermeisterin Daniela Müller-Lorenz hat sie zukunftsfähig gemacht, setzte früh auf Dinkel und Vollkorn und verkauft vor allem an Endverbraucherinnen und Endverbraucher, zum Beispiel in ihrem Hofladen.

Genau auf der anderen Seite des Idarkopfes liegt Kleinich. Dort stößt man auf das Landhaus Arnoth, ein Gasthaus, das man so im Hunsrück kein zweites Mal findet. Udo Gündel verwöhnt dort seine Gäste als Koch. Hochwertige Zutaten, sorgfältige und frische Zubereitung und ein Gastraum, der Ruhe ausstrahlt, sorgen für Entspannung und Genuss.
Im Hunsrück Dom in Ravengiersburg bringen die fünf Blechbläser von Ausonius Brass, einer Kirchberger Band, mit ihren Klängen frischen Wind in den ehrwürdigen Bau. Der Hunsrücker Dombauverein hat sie eingeladen, um Spenden für die Orgelsanierung zu sammeln.

"Fahr mal hin" fängt die Aufbruchsstimmung rund um Kirchberg ein.

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 15.02.2020 um 08:00 Uhr auf SR.