Feindbild Brüssel - Was wollen Europas Rechtspopulisten?

Film von Simon Riesche und Marie-Kristin Boese

Quelle: Pressebild
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"In den kommenden Monaten wird sich entscheiden, ob Europa in der bisherigen Form noch eine Zukunft hat", erklärt Matteo Salvini, Italiens starker Mann, dessen Lega die Umfragen klar anführt. Italien, Frankreich, Ungarn, aber auch Deutschland: 2019 droht das Jahr der Rechtspopulisten zu werden. Bei den Wahlen zum Europäischen Parlament wollen und werden sie wohl deutlich zulegen. Mit dem Ziel, dann - neu und gemeinsam organisiert - das Europaparlament und das angefeindete "Brüssel" aufzumischen und, glaubt man den markigen Worten ihrer Vertreter, die Europäische Union mittel- bis langfristig zu zerstören.


Guido Reil, Listenplatz 2 der AfD für die Europawahl, sagte beim politischen Aschermittwoch: "Um den Wahnsinn und die Dekadenz am besten deutlich zu machen, macht es Sinn, wenn man drin ist. Man kann von innen besser was kaputt machen als von draußen."

Wer sind die Menschen, die EU-Gegner wählen - und warum? Da ist Joseph Sauvage, Barbesitzer aus dem nordfranzösischen Denain. Er wählt Marine Le Pens Partei, den Rassemblement National, weil er nicht zusehen will, wie die Menschen in Denain abgehängt werden. "Als die Fabriken zugemacht haben, haben auch die kleinen Läden in der Straße zugemacht. Hier gibt es ökonomisch nichts, keine Arbeit. Politisch hat es sich auch geändert, hier war es rot, kommunistisch, das war normal. Und als die Arbeiterwelt verschwunden ist, hat sich das verändert." Damit hat sich auch der Blick auf die Migration verändert. "Die Einwanderer, die hierher kommen, haben die gleichen sozialen Vorteile, sie bekommen Unterkunft und Geld, obwohl sie hier nie gearbeitet haben. Das …

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 17.05.2019 um 02:00 Uhr auf SR.

17.05.2019
02:00
Livestream
Audio-Format:stereo
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Hörhilfe: ja
HDTV: nein
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Schlagwörter:Europawahl 2019, Dokumentation/Reportage, Politik, EU (pol.)
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