

Hein - Schriftsteller, Essayist und Dramatiker wird in den 1980er-Jahren fast über Nacht bekannt. Seine Erzählung "Der fremde Freund" macht in Ost wie West Furore. In der Bundesrepublik erscheint sie unter dem Titel "Drachenblut".
Der Autor erzählt emotionslos sezierend die Geschichte einer DDR-Ärztin. Zu Hause im spießigen Ambiente eines Plattenbaus ist sie erfolgreich im Beruf, aber bindungsunfähig. Das trifft den Zeitgeist. Das Buch wird in 22 Sprachen übersetzt. Für die einen ist es Sinnbild für das politische Verstummen einer ganzen Generation im Osten; für die anderen trifft das Kultbuch aus der DDR das "No-Future-Gefühl" im Westen.
Auch in den folgenden Jahren erweist sich Christoph Hein als Chronist brüchiger Schicksale. So in den Romanen "Horns Ende" und "Der Tangospieler", nach der Wende dann in seinem Buch "Napoleonspiel".
In Essays, öffentlichen Reden, in Bühnenstücken wie "Randow", oder in Romanen wie "Landnahme" und "Verwirrnis" bzw. als Herausgeber der Ost-West-Wochenzeitung "
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 11.04.2019 um 23:05 Uhr auf MDR.