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Als Rügen Urlaubsinsel wurde

Film von Katrin Richter und Gudrun Brigitta Nöh - Thema: Inselgeschichte(n)
Montag, 31.12.2018 13:15 Uhr
tagesschau24
Montag
31.12.2018
13:15 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Kilometerlange weiße Sandstrände, glanzvolle Bäderarchitektur, die Seebrücke von Sellin - das ist Rügen. Sechs Millionen Übernachtungen werden dort pro Jahr gebucht. Deutschlands größte Insel hat Karibik-Flair.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ist Rügen nicht die Insel der Urlauber. Jeder zweite Bewohner dort ist ein Flüchtling. Rügen ist „Umschlagplatz“ für Vertriebene. Mondäne Hotels, reetgedeckte Pensionen werden zu Notunterkünften für die Menschen. Trotzdem spricht man 1946 offiziell von „der ersten Nachkriegssaison an der Ostseeküste“.

Sieben Jahre später beginnt „die planmäßige Entwicklung des Feriendienstes der Gewerkschaft beim Aufbau des Sozialismus“. Sie beginnt rücksichtslos mit der so genannten „Aktion Rose“. Willkürlich werden 1953 private Hotel- und Pensionsbesitzer, Geschäftsleute enteignet und verhaftet. Aus Privatbesitz wird Volkseigentum. FDGB-Urlauber ziehen ein. Das Kurhaus Binz allerdings hat einen Sonderstatus.

Wie es damals auf Rügen war, darüber berichten die Menschen, die hinter den Tresen und Essenausgaben standen. Sie erzählen von zentraler Einweisung, von Essen in drei Durchgängen, davon, wie Mangelwirtschaft mittels Fantasie kaschiert wurde. „Auch wenn das Bier dünn und das Eis wässrig ist, es ist doch Urlaub an der Ostsee!“

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 31.12.2018 um 13:15 Uhr auf tagesschau24.

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Dokumentation/Reportage, Land/Leute, Rückblick, Reisen