Ernährungsexperten sind die Nachspeisen suspekt: Sie gelten als dekadent, unnötig und in größeren Mengen sogar als schädlich. Aber genau das ist es ja, was Süßspeisen so reizvoll macht. Christian Rach begibt sich auf die Reise durch die Geschichte von Kuchen und Pudding, Pralinen und Schokolade. Unsere Vorstellung von Nachtisch oder Dessert entwickelte sich erst im 17. Jahrhundert an den Höfen Frankreichs. Vorher aß man in gehobenen Kreisen Europas noch dem "Buffet-Stil": alles kam auf einmal auf den Tisch, süß und salzig wurden nicht getrennt. Ein Großteil der Buffets war ohnehin gesüßt, denn Zucker galt als gesund. Man süßte auch Taubenragout, Nieren-Pudding, Austern oder Fisch. Dann wandelt sich der Geschmack: Süßes und Salziges wurden getrennt. Und allmählich entwickelt sich ein eigener letzter, ausschließlich süßer, Gang: unser Dessert. (2015)
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 05.11.2018 um 18:30 Uhr auf ORF 3.