

Jedes Jahr im Frühling ziehen Wapiti-Hirsche aus den verschneiten Bergen des US-Bundestaats Montana in die wilde Naturlandschaft des Yellowstone-Nationalparks. Früher traten einige Zehntausend Tiere diese Wanderung an, aber seit zehn Jahren nimmt ihre Zahl rapide ab und liegt nun nur noch bei knapp 3000: Die Hirsche im Yellowstone sterben aus. Dies alarmiert Ranger und Wissenschaftler, denn die Hirschherden sind ein wichtiger Bestandteil des ältesten Nationalparks der Welt, der eines der letzten nahezu intakten Ökosysteme der gemäßigten Klimazone schützt.
Der Filmemacher Manfred Corrine begleitet drei Biologen vor Ort bei ihren Forschungen über den Rückgang des Hirschbestands. Jedes noch so kleine Indiz wird zurückverfolgt und fügt sich in das Mosaik des faszinierenden und komplexen Ökosystems. Mit modernsten wissenschaftlichen Methoden gelingt es den Forschern, bislang unbekannte Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Lebewesen im Yellowstone aufzudecken, die das Verschwinden der Hirsche erklären könnten.
Die Dokumentation begleitet diese Spurensuche in einer atemberaubenden Landschaft. Sie erläutert die Bedeutung ausgeglichener Ökosysteme und zeigt Lösungen auf, um das ökologische Gleichgewicht eines der berühmtesten Naturparks der Welt wiederherzustellen.
Dokumentation Deutschland 2015
* Thema: Tag der Wissenschaft
Anlässlich der "Fête de la Science", die vom 6. bis 14. Oktober in ganz Frankreich auf vielfältige Art begangen wird, zeigt ARTE am Samstag, den 6. Oktober, ein ebenso unterhaltsames wie lehrreiches Sonderprogramm. Das Tagesprogramm widmet sich vor allem den Geheimnissen der Tierwelt: In "Yellowstone-Nationalpark: Warum verschwinden die Wapitis?" gehen Forscher mit modernsten wissenschaftlichen Methoden genau dieser Frage nach. Wölfe, Pumas, Grizzlybären - die Liste der Verdächtigen ist lang.
Ebenso spannend ist die Geschichte vom Quastenflosser, umgangssprachlich "Gombessa": Lange Zeit wurde angenommen, er sei seit dem Ende der Kreidezeit ausgestorben. Die Entdeckung eines Exemplars in einem Fischernetz war daher eine zoologische Sensation und versetzte die Forscherwelt in Aufregung.
Den Höhepunkt im Abendprogramm bildet die Doku-Fiktion "Robert Koch und Louis Pasteur - Duell im Labor", in der es um die durch erbitterte Konkurrenz befeuerten, bahnbrechenden Entdeckungen der beiden Zeitgenossen geht.
Im Anschluss widmet sich die Wissenschaft bei ARTE Gegenwart und Zukunft: Ob automatische Bilderkennungssysteme bei Facebook, medizinische Diagnostik etwa bei Krebserkrankungen, autonom fahrende Autos und virtuelle Dialogsysteme wie Chatbots - künstliche Intelligenz ist omnipräsent. Ist sie bald vielleicht sogar schlauer als wir?
Die Dokumentation "Roboter - Noch Mensch oder schon Maschine?" befasst sich zum Abschluss des Abends mit der künftigen Rolle humanoider Roboter: Ab wann wäre ein Roboter einem Menschen gleich? Wo kann er nützlich sein, wo sollten wir Grenzen setzen?
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 06.10.2018 um 11:10 Uhr auf arte.