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Was wurde aus der Stasi?

Ein Film von Jan N. Lorenzen und Michael Bluhm
Samstag, 18.08.2018 06:30 Uhr
PHOENIX
Samstag
18.08.2018
06:30 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Ein Vierteljahrhundert nach der Auflösung der gefürchteten und verhassten Geheimpolizei der DDR treten ehemalige Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) vor die Kamera, um in einer TV-Dokumentation Reue zu bekunden und ihren Respekt vor den Opfern auszudrücken. Sie erzählen aber auch von ihrem Leben nach der DDR, vom schwierigen Neuanfang und der oft langwierigen Integration in die bundesdeutsche Gesellschaft. "Natürlich bin ich ein Täter", sagt Eberhard Schwarzer, ein ehemaliger Stasi-Mitarbeiter aus Frankfurt an der Oder, "und ich schäme mich auch dafür." Frank Heymann aus Leipzig ergänzt: "Man sträubt sich ja lange, aber heute ist für mich klar: So wie sie war, ist die DDR zu Recht gescheitert."

Die Dokumentation zeigt, wie es mit der ostdeutschen Geheimpolizei nach der friedlichen Revolution 1989 weiterging: Sie berichtet von Befürchtungen, die Stasi würde als Organisation im Untergrund weiterbestehen. Sie erzählt von der Angst der hauptamtlichen MfS-Mitarbeiter vor Ausgrenzung und Arbeitslosigkeit, sie erzählt, wie im Januar 1992 die Behörde des "Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR" ihre Tore zur Akteneinsicht öffnete und die Stasi-Aufarbeitung ermöglichte. Und sie erzählt, mit welchen Strategien die MfS-Mitarbeiter daran gingen, sich mit der neuen Gesellschaftsordnung zu arrangieren. Vor allem aber ist "Was wurde aus der Stasi?" ein Film über den Umgang mit Vergangenheit. Wie gehen wir mit den Tätern um? Kann es für Mitarbeiter des MfS ein Zurück in die Gesellschaft geben? War Verschweigen und Verdrängen eine Voraussetzung für den persönlichen Neuanfang? Warum hat es so lange gedauert, bis es einigen Stasi-Mitarbeitern gelingt, sich ihrer Vergangenheit zu stellen - und mit Einsicht und Bedauern vor die Kamera treten? Zu Wort kommen neben hauptamtlichen MfS-Mitarbeitern auch Bürgerrechtler. Durch die, die die Debatte um den Umgang mit den Tätern maßgeblich geprägt haben, unter anderem Roland Jahn, der derzeitige Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde, und Peter-Michael Diestel, der letzte Innenminister der DDR. Ein Film von Jan N. Lorenzen und Michael Bluhm

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 18.08.2018 um 06:30 Uhr auf PHOENIX.

Details
Audio-Format
stereo
Bild-Format
16:9
Farbe
farbe
Audio-Beschr.
nein
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nein
HDTV
nein
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VPS
1534566600
Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Geschichte, DDR