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Was wurde aus der Stasi?

Film von Jan N. Lorenz
Montag, 12.03.2018 01:15 Uhr
tagesschau24
Montag
12.03.2018
01:15 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

"Natürlich bin ich ein Täter", sagt Eberhard Schwarzer, ein ehemaliger Stasimitarbeiter aus Frankfurt an der Oder, "und ich schäme mich auch dafür." Frank Heymann aus Leipzig ergänzt: "Man sträubt sich ja lange, aber heute ist für mich klar: So wie sie war, ist die DDR zu Recht gescheitert."
25 Jahre nach der Auflösung der gefürchteten und verhassten Geheimpolizei der DDR treten ehemalige Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) vor die Kamera, um erstmals in einer TV-Dokumentation Reue zu bekunden und ihren Respekt vor den Opfern auszudrücken. Aber auch, um von ihrem Leben nach der DDR zu erzählen, vom schwierigen Neuanfang und der oft langwierigen Integration in die bundesdeutsche Gesellschaft.
Die Dokumentation "Was wurde aus der Stasi?" erzählt, wie es mit der ostdeutschen Geheimpolizei nach der friedlichen Revolution 1989 weiterging: Sie erzählt von Befürchtungen, die Stasi würde als Organisation im Untergrund weiterbestehen. Sie erzählt von der Angst der hauptamtlichen MfS-Mitarbeiter vor Ausgrenzung und Arbeitslosigkeit, sie erzählt, wie im Januar 1992 die Behörde des "Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR" ihre Tore zur Akteneinsicht öffnete und die Stasi-Aufarbeitung ermöglichte. Und sie erzählt, mit welchen Strategien die MfS-Mitarbeiter daran gingen, sich mit der neuen Gesellschaftsordnung zu arrangieren.
Vor allem aber ist "Was wurde aus der Stasi?" ein Film über den Umgang mit Vergangenheit. Wie gehen wir mit den Tätern um? Kann es für Mitarbeiter des MfS ein Zurück in die Gesellschaft geben? War Verschweigen und Verdrängen eine Voraussetzung für den persönlichen Neuanfang? Warum hat es so lange gedauert, bis es einigen Stasi-Mitarbeitern gelingt, sich ihrer Vergangenheit zu stellen - und mit Einsicht und Bedauern vor die Kamera zu treten?
Zu Wort kommen neben hauptamtlichen MfS-Mitarbeitern auch Bürgerrechtler. Durch die, die die Debatte um den Umgang mit den Tätern maßgeblich geprägt haben, u. a. Roland Jahn, der derzeitige Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde, und Peter-Michael Diestel, der letzte Innenminister der DDR.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 12.03.2018 um 01:15 Uhr auf tagesschau24.

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Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Geschichte, DDR