

Die Dokumentation erzählt vom "Aufbruchsjahr ´68" im Freistaat. Zeitzeugen schildern ihre ganz persönlichen Erinnerungen und Erlebnisse in diesem Jahr. Da sind Studenten wie Johannes Münder alias der "Rote Johnny" oder Walter Adam, die meinen, Seite an Seite mit Fabrikarbeitern demonstrieren und diese politisieren zu müssen. Da sind Arbeiter wie Karl Lipp, die überhaupt nicht verstehen, was die Studenten aus der Großstadt plötzlich vor ihren Fabriktoren zu suchen haben.
Da sind Künstler wie Horst W. Blome, die sich dem kreativen Protest verschrieben haben, oder Musiker wie die Cover-Band "Beatstones", die auf der Straße als "Langhaarige" und "Gammler" beschimpft werden. Da sind aber auch Menschen, vor allem in den ländlichen Gebieten, die mit der ganzen Aufregung und Aufbruchsstimmung ihrer Altersgenossen wenig anfangen können, so wie etwa Annemarie Biechl.
Es geht um den verklärten Mythos der "freien Liebe", und um die - angebliche - "sexuelle Befreiung der Frau". Der Film erzählt, welche Rolle die literarische "Gruppe ´47" in diesem Jahr spielt, und warum sie sich schließlich auflöst. Und auch die Schattenseiten der 68er-Bewegung sind Thema - zum Beispiel die Krawalle am Osterwochenende mit Toten in München.
Fernab der bekannten Ereignisse erzählt die Dokumentation Geschichten aus einem der spannendsten Jahre des letzten Jahrhunderts, überrascht mit unbekannten Anekdoten und Gesichtern
alpha-thema: Die 68er
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 23.04.2018 um 20:15 Uhr auf ARD alpha.