

Mehr als 150 Jahre nach der Abschaffung der Sklaverei in den USA hat das Museum of Modern Art in New York einen afroamerikanischen Kurator eingestellt, um eine klaffende Lücke zu schließen: das Fehlen afroamerikanischer Kunstwerke in seiner Sammlung. Über ein Jahrhundert nach Erfindung des Ausdrucks "Color Line" - jener Linie, die Schwarz von Weiß trennte - muss die Segregation, die die schwarze Kunst aus den amerikanischen Museen fernhielt und an den Rand des Kunstmarkts drängte, nun ein definitives Ende finden.
Doch der Weg dahin war nicht leicht. In "Schwarz ist eine Farbe" schildern Regisseur Jacques Goldstein und Autor Daniel Soutif mit Hilfe von Kunstwerken, Künstlern, Kunsthistorikern, Sammlern und Galeristen das lange Ringen afroamerikanischer Künstler um Anerkennung, zeitgleich zur Bürgerrechtsbewegung in den USA.
Wie konnten sich diese Künstler ein neues Selbstverständnis aufbauen und das Image hinter sich lassen, das in einer Gesellschaft der Rassentrennung so lange von den diskriminierenden Blicken der Weißen geprägt war? * Schwerpunkt: Black Pop Power!
50 Jahre nach seiner Ermordung ist Martin Luther Kings Traum noch nicht Wirklichkeit geworden. Immer wieder kam es in den vergangenen Jahren zu bisweilen tödlicher Polizeigewalt gegen Schwarze. Und nach der Ära Obama sitzt mit Donald Trump ein Präsident im Weißen Haus, der rassistische Denkmäler in den Südstaaten verteidigt und sich öffentlich mit farbigen Football-Spielern wie Colin Kaepernick anlegt, als dieser gegen Rassendiskriminierung protestiert.
Doch die Dinge wandeln sich: Im Kino haben Kritiker längst eine Renaissance des Black Cinema ausgemacht mit Filmen wie "Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen", "Get Out", vor allem aber "Moonlight", der "La La Land" im vergangenen Jahr den Oscar entriss. Und nach jahrelangen Bauarbeiten konnte schließlich auch das National Museum of African American History & Culture in Washington fertiggestellt werden. Ein Museum, das die Rolle der Afroamerikaner in der Geschichte der Vereinigten Staaten anerkennt und würdigt.
Im Pop gibt die schwarze Community ohnehin seit jeher den Ton an: Vom Blues über Gospel und Jazz hin zu Rock 'n' Roll, Funk, Soul, Hip-Hop und R&B - immer ist die schwarze Musikszene Impuls- und Taktgeber, Ideenlieferant und Talentschmiede. Im 50. Jahr der Ermordung Martin Luther Kings, der am 4. April 1968 erschossen wurde, widmet sich ARTE in dem Programmschwerpunkt "Black Pop Power!" dem enormen Einfluss der schwarzen Diaspora auf die Populärkultur.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 08.04.2018 um 17:30 Uhr auf arte.