

"Wir haben einfach nur gemacht" sagt Christine Hauskeller lachend und meint damit den Aufbau von zwei Waisenheimen, einer Grundschule und eines medizinischen Zentrums im Kongo. Vor 13 Jahren war sie gemeinsam mit ihrem Mann aus Sangerhausen für das Bayrische Missionswerk nach Kinshasa gezogen, sah dort Armut, Elend, Kinderprostitution. Sogar Sechsjährige versuchten schon, auf diese Art zu überleben.
Mit 2.000 Euro aus privaten Ersparnissen kauften die Hauskellers ein Stück Land und renovierten darauf einen einfachen Raum. Die ersten 15 Mädchen konnten so von der Straße geholt werden. Inzwischen helfen sie 400 Kindern jährlich. "Wir bekämpfen mit unserer Arbeit Fluchtursachen", sagt sie stolz. "Dort unten ist es so schön, niemand will eigentlich weg. Nur der Hunger und die Armut treiben Menschen nach Norden." Zu Hause in Deutschland arbeitet Christine Hauskeller als Klinikseelsorgerin und in einer psychosozialen Beratungsstelle in Altenburg. Sie versucht, durch ihren Glauben anderen Menschen Kraft und Zuversicht zu geben. Mit ganz viel Lachen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 15.04.2018 um 07:25 Uhr auf MDR.