

Sie stahlen, vergewaltigten, mordeten - doch ihre brutalen Verbrechen blieben meist Verschlusssache. Durchschnittlich 500.000 sowjetische Soldaten waren in der ehemaligen DDR stationiert. Für die Bürger waren die 'Klassen - und Waffenbrüder' ein Sicherheitsrisiko: Mehrere hundert Menschenleben haben die Angehörigen der sowjetischen Streitkräfte auf dem Gewissen, nahezu wöchentlich wurden Frauen vergewaltigt. Insgesamt 2000 schwere Straftaten Jahr für Jahr.
Ein düsteres Kapitel DDR-Geschichte, das bis heute kaum aufgearbeitet ist. Denn obwohl die Rotarmisten formell dem deutschen Recht unterstanden, mussten sie in der Regel keine Bestrafung befürchten. Aller Verbrüderungsrhetorik zum Trotz blieben sie Besatzer. Vorfälle wurden vertuscht, Untersuchungen behindert, Zeugen eingeschüchtert. Die Täter flüchteten auf das exterritoriale Gebiet der Kaserne oder wurden eilig in die Sowjetunion versetzt und kamen nie vor ein deutsches Gericht. Stattdessen bespitzelte die Stasi die Opfer und deren Angehörige.
Der Autor hat brisante Akten über dieses dunkle Kapitel DDR-Geschichte entdeckt, die minutiös nachzeichnen, was damals tatsächlich geschah. Akten, in denen sich das Schicksal vieler DDR-Bürger findet. Was hat sich hinter den Kulissen abgespielt? Was wurde aus den Tätern von damals? Und wie geht es den Opfern heute? Aus der Reihe "exakt - die Story"
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 27.01.2018 um 21:47 Uhr auf tagesschau24.